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Tesla Model S: Nach Facelift 1100 PS stark

837 Kilometer Maximal-Reichweite - Preise ab 86.990 Euro - Auslieferung ab September

Tesla Model S: Nach Facelift 1100 PS stark

Tesla Model S: Äußerlich ist die Modellpflege nur an neuen Rädern und einer modifizierten Frontschürze erkennbar.

Tesla Model S: Äußerlich ist die Modellpflege nur an neuen Rädern und einer modifizierten Frontschürze erkennbar. Tesla

Als Tesla seine elektrische Luxuslimousine Model S im Jahr 2012 auf den Markt gebracht hat, da waren andere Hersteller noch weit entfernt vom Denken in Kilowattstunden. Das anfängliche Lächeln ist Mercedes & Co. freilich längst vergangen. Nicht nur, weil der Erfolg Tesla recht gegeben hat. Sondern auch, weil die klassischen Autobauer durch veränderte Rahmenbedingungen in Zugzwang geraten sind. Ob es VW mit ID.3 und ID.4 ist, Opel mit den E-Versionen von Mokka und Corsa oder die elektrische Volvo-Schwester Polestar: Lautlos schleichen sich die Stromer in den Alltag. Gepusht von großzügigen Förderprogrammen haben sie im Jahr 2020 einen Rekordwert von rund 194.000 Neuzulassungen erreicht, gegenüber dem Vorjahreswert entspricht dies einer Verdreifachung.

Im Interieur wird vieles anders

Seine Alleinstellung hat der einstige Elektro-Pionier Tesla also verloren. Um von den einst ausschließlich auf Verbrenner fokussierten, jetzt aber elektrisch ambitionierten "Dinos" unter den Automobilherstellern nicht rechts überholt zu werden, legt das kalifornische Unternehmen eine Schippe drauf. Sowohl Model S als auch Model X erhalten ein Facelift, das sich beim Karosseriedesign kaum bemerkbar macht, bei der Innenraumgestaltung und beim Antrieb aber umso mehr.

Tesla Model S

Mehr als ungewöhnlich: Das Lenkrad im Jet-Stil. Tesla

Hingucker im Interieur ist ein Volant, wie man es so bislang nur bei irgendwelchen spacigen Studien gesehen hat. Der obere Teil des Lenkradkranzes fällt weg, insgesamt ergibt sich ein Style wie im Flugzeug-Cockpit - möglicherweise ein Vorgeschmack auf künftige vollautonome Fahrmodi, in denen das Volant wegklapp- oder zurückfahrbar sein könnte.

Bildschirme als Spielekonsole

Das Fahrer-Display hinterm Lenkrad bleibt erhalten, das unterscheidet Model S und Model X von den konsequent minimalistischen Geschwistern Model 3 und Model Y. Der 17 Zoll großformatige Zentral-Touchscreen wird jetzt quer und nicht mehr hochkant installiert. Als Novum bekommen auch die Fondpassagiere einen Bildschirm. Wie der im vorderen Bereich lässt er sich kabellos mit Controllern verbinden und als Spielekonsole nutzen. Dem trägt eine Rechenleistung von zehn Teraflops Rechnung.

Tesla Model S

Neu: Ein Bildschirm für die Fond-Passagiere. Tesla

An Komfort-Features werden ein 960-Watt-Audiosystem mit 22 Lautsprechern und Geräuschunterdrückung, eine Dreizonen-Klimaautomatik, USB-C-Anschlüsse sowie die Möglichkeit zum kabellosen Smartphone-Laden aufgeboten. Unsichtbar bleiben nunmehr die Lüftungsöffnungen. Das Ambiente gewinnt durch ein neues Glasdach und schicke Holzapplikationen.

Dreimotor-Allradantrieb

Die Rolle des Model-S-Einsteigers übernimmt die allradgetriebene Variante mit Dualmotor, die ab September 2021 zu Preisen von mindestens 86.990 Euro ausgeliefert wird. Bekannt ist bislang, dass dieses Basismodell eine Topspeed von 250 km/h erreicht, in 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprintet und 663 Kilometer Reichweite schafft. Erst zum Jahresende folgen die beiden leistungsstärkeren Versionen mit Dreimotor-Allradantrieb. Vom Model S Plaid (116.990 Euro) weiß man, dass es eine Peak-Leistung von 1020 PS erbringt, 322 km/h schnell rennt und den 0-auf-100-Sprint in 2,1 Sekunden absolviert. An Reichweite verspricht Tesla 628 Kilometer.

Angeführt wird das Modellprogramm vom 139.990 Euro teuren Model S Plaid+ - über 1100 PS stark und bei den Fahrleistungen (die auf US-Angaben basieren) analog zum Plaid-Modell aufgestellt. Überaus stattlich stellt sich die Reichweite von 837 Kilometern dar.

Tesla Model X

Model X: Wie das Model S hat auch das Tesla-SUV ein Facelift bekommen. Tesla

Auch das Tesla-SUV Model X bekommt das neue Cockpit mit Jet-Lenkrad und drei Bildschirmen. Antriebstechnisch stehen zunächst aber nur eine Dualmotor-Ausführung sowie die Plaid-Version zur Wahl. Preislich ruft Tesla 95.990 bzw. 116.990 Euro auf.

Ulla Ellmer