Bundesliga

Terzic und das große "Aber"

Die Entwicklung des BVB stimmt - diesmal konstant?

Terzic und das große "Aber"

Zufrieden: Edin Terzic.

Zufrieden: Edin Terzic. IMAGO/Treese

Das Chancenverhältnis von 10:1 sprach noch deutlichere Bände als das Torverhältnis von 3:0: Der Sieg von Borussia Dortmund über den SC Freiburg war am Freitagabend eine deutliche Angelegenheit. Der BVB - in der Vorwoche nach einem tristen 0:0 in Heidenheim noch in der Kritik - präsentierte sich gegen den Sport-Club in einer deutlich besseren Verfassung, insbesondere im Spiel mit dem Ball. Eine klare Dominanz auf dem Feld und später auch vor dem Tor waren die Folge.

Dreier-Aufbau zeigte Wirkung

21. Spieltag

"Es ging darum, schnell Positionsdisziplin zu zeigen, gemeinsam die Räume aufzuziehen und dann die gleiche Idee zum gleichen Zeitpunkt zu haben", beschrieb BVB-Trainer Edin Terzic den Dortmunder Plan, der diesmal von Beginn an aufging und den anfangs noch mutig anlaufenden Freiburgern frühzeitig den Zahn zog. Nominell mit Viererkette agierend, baute Dortmund flexibel auf, in dem sich Emre Can immer wieder von der Sechser-Position zwischen die dann breiter stehenden Innenverteidiger Niklas Süle und Nico Schlotterbeck fallen ließ. Rechtsverteidiger Julian Ryerson, der bei seinem Comeback eine sehr ansprechende Leistung zeigte, stieß daraufhin die Linie vor. Linksverteidiger Ian Maatsen rückte neben Marcel Sabitzer ins Zentrum.

"Die Freiburger haben wenig Zugriff bekommen", beschrieb Terzic das Resultat dieser Maßnahme, die zunächst allerdings noch wenig Gefahr für das Tor der Freiburger erzeugte, da das Tempo im Passspiel fehlte. Je länger die Partie lief, desto besser funktionierte das allerdings, so dass der Erfolg am Ende noch zu niedrig ausfiel angesichts der teils sehr klaren Chancen auf weitere Treffer. "Unseren Jungs gehört heute das größte Lob. Sie haben es gut umgesetzt, von der ersten bis zur letzten Minute", bilanzierte Terzic zufrieden.

"Dann wird es für jeden Gegner schwer"

Mit vier Siegen und einem Remis bei einem Torverhältnis von 13:1 im Kalenderjahr 2024 steht der BVB in der Tabelle deutlich verbessert da. Auch die spielerische Entwicklung geht in die richtige Richtung und lässt die Dortmunder darauf hoffen, auch gegen stärkere Gegner - wie demnächst in der Champions League gegen Eindhoven - den eigenen Plan durchbringen zu können. "Wenn wir gemeinsame Ideen haben, dann wird es schwer für jeden Gegner, gegen uns Druck auf den Gegner zu bekommen", sagte Terzic, fügte aber ein großes "Aber" an: "Es ist uns bis jetzt gut gelungen. Aber wir müssen beweisen, dass wir es auch dauerhaft können." Mangelnde Konstanz ist den Dortmundern in der Vergangenheit schließlich bereits häufiger zum Verhängnis geworden.

Für eine Verstetigung des aktuellen Trends spricht, dass die Personalauswahl wieder deutlich breiter ist. Bereits gegen Freiburg kehrten zahlreiche zuvor erkrankte oder verletzte Spieler (Ryerson, Gregor Kobel, Emre Can, Marco Reus) in die Startelf zurück. Die zuvor ebenfalls fehlenden Julian Brandt, Jadon Sancho und Karim Adeyemi rückten immerhin wieder in den Kader - und sind bereits in Wolfsburg am kommenden Samstag Optionen für längere Einsätze. Auch die individuelle Form stimmt bei vielen Profis. Allen voran bei den Stürmern Donyell Malen (vier Tore und eine Vorlage in 2024) und Niklas Füllkrug (5/2) sowie Neuzugang Maatsen (-/2).

Matthias Dersch

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