Bundesliga

Edin Terzic trifft auf Vorgänger Marco Rose: "Toller Mensch"

Schnelles BVB-Wiedersehen mit Marco Rose

Terzic über seinen Vorgänger: "Ein herausragender Trainer, ein toller Mensch"

Kennen sich bestens, schätzen sich sehr und sehen sich am Samstag: Edin Terzic (li.) und Marco Rose.

Kennen sich bestens, schätzen sich sehr und sehen sich am Samstag: Edin Terzic (li.) und Marco Rose. imago images/Team 2

Eine konzentrierte Vorbereitung auf den Gegner gehört für BVB-Trainer Edin Terzic und seine Assistenten zum Alltag dazu. Pflichtbewusst hat sich der 39-Jährige in den vergangenen Tagen im Videostudium mit dem kommenden Bundesliga-Gegner RB Leipzig befasst. Doch am Donnerstag hatte sich die Vorarbeit weitgehend erledigt: Durch den Trainerwechsel des Pokalsiegers von Domenico Tedesco zu Marco Rose dürften sich auch zahlreiche Prinzipien der Leipziger auf dem Rasen ändern. Wie gut, dass man in Dortmund den neuen RB-Trainer bestens kennt - war er doch in der vergangenen Saison noch Trainer beim BVB.

"Dass wir uns so schnell wiedersehen, damit hätten wir wohl beide nicht gerechnet", sagte am Donnerstag Edin Terzic, Roses Nachfolger in Dortmund, und betonte: "Ich freue mich, dass Marco zurück ist in der Bundesliga. Wir haben uns von Tag 1 an richtig gut verstanden und waren sofort im Austausch. Und dieser Austausch war immer sehr eng, sehr vertrauensvoll und sehr häufig."

Rose sei "nicht nur ein herausragender Trainer, sondern auch ein toller Mensch". Es stünden allerdings am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) nicht die Trainer Rose und Terzic auf dem Feld. Daher sei es wichtig, den Blick auf die Mannschaft zu lenken. Bei der Vorbereitung werde es daher verstärkt darum gehen, "den Fokus noch ein bisschen mehr auf uns zu legen".

"Wir sind auf einem guten Weg"

Nach drei Zu-Null-Siegen in Serie in der Bundesliga und der Champions League ist die Stimmung gut in Dortmund. Terzics Mannschaft hat eine Reaktion auf die bittere 2:3-Niederlage gegen Bremen gezeigt und daraus - zumindest für den Moment - die richtigen Schlüsse gezogen. Worauf es nun ankomme, sei Nachhaltigkeit, sagte Terzic am Donnerstag: "Nach Bremen haben wir ein bisschen was auf den Deckel bekommen. Jetzt hat sich die Situation geändert. Wir wurden gelobt. Jetzt geht es darum, wie wir mit dem Lob umgehen."

Konkret: Richtet es sich die Mannschaft nun in der "Komfortzone" ein, wie es Terzic formulierte, oder bleibt sie dran? "Wir sind auf einem guten Weg", sagte der BVB-Trainer. "Den werden wir weiter verfolgen."

Umstellung auf Dreierkette?

Während die Anzahl der Gegentore bislang erfolgreich zurückgeschraubt werden konnte, hat der Klub die Verletzungproblematik noch nicht eindämmen können. Zahlreiche personelle Wechsel in den vergangenen Wochen waren die Folge. Und auch in Leipzig muss Terzic erneut auf einige langzeitverletzte Spieler verzichten, kurzfristig steht auch Thorgan Hazard (Zerrung) nicht zur Verfügung.

Weiterhin offen ist, wann Karim Adeyemi und Donyell Malen ihrem Team wieder helfen können. Ihre Belastung soll von Tag zu Tag gesteigert werden - sofern ihr Körper keine Reaktion zeigt. Es sei "eine Frage von Tagen", bis sie wieder einsatzfähig seien, sagte Terzic. Im optimalen Fall sitzen beide am Samstag zumindest auf der Bank.

Der Kader von Borussia Dortmund im Überblick

Groß ist immerhin die Auswahl in der Innenverteidigung - die sogar eine Umstellung des Systems auf eine Dreierkette möglich macht. Sowohl die gegen Kopenhagen starken Nico Schlotterbeck und Niklas Süle als auch der am Dienstag geschonte Routinier Mats Hummels stehen für das Leipzig-Spiel zur Verfügung.

Matthias Dersch