Bundesliga

Terzic über Bayern-Duelle: "Haben gezeigt, dass wir näher rangekommen sind"

BVB-Trainer beschäftigen die Kleinigkeiten

Terzic über Bayern-Duelle: "Haben gezeigt, dass wir näher rangekommen sind"

Bayern und Dortmund treffen sich am Samstag bereits zum dritten Mal in dieser Saison - hier Joshua Kimmich (l.) im Duell mit Erling Haaland.

Bayern und Dortmund treffen sich am Samstag bereits zum dritten Mal in dieser Saison - hier Joshua Kimmich (l.) im Duell mit Erling Haaland. imago images

Edin Terzic beginnt mit einem Lob. "Bayern hat eine unglaubliche Qualität, sie waren die weltweit erfolgreichste Mannschaft im vergangenen Jahr", findet der Dortmunder Cheftrainer und lässt ein Aber folgen: "In dieser Saison haben wir in beiden Spielen gezeigt, dass wir näher rangekommen sind in den letzten Vergleichen." Zwar verlor der BVB im Supercup in München und im Hinspiel in Dortmund jeweils 2:3, hätte aber auch gewinnen können - während er in den vergangenen Jahren gegen Bayern oft chancenlos war.

"Die Kleinigkeiten haben die beiden Spiele entschieden", sagt Terzic, der sich die Partien noch einmal komplett angesehen hat. "Wir hatten viele Chancen, sind zwei-, dreimal alleine auf den Keeper zugelaufen. Dann haben wir den Ball acht Minuten vor dem Ende an der Mittellinie verloren und es klingelt", erinnert er sich an den Supercup: "Das müssen wir abstellen, diese Kleinigkeiten entscheiden Spiele." Das heißt: "Wir müssen die Bälle behaupten, dürfen keine blöden Konter zulassen und müssen auch mal ein Foul ziehen."

Terzic: "Am besten lässt man den Gegner nicht ins letzte Drittel kommen"

Also auch eine Frage der Mentalität? "In welchem Spiel spielt Mentalität denn keine Rolle?", stellt Terzic zu Recht die Gegenfrage: "Wenn wir nur darüber nachdenken nachzulassen, werden wir in München keine Chance haben." In den letzten Spielen habe die Einstellung gepasst: "Wenn wir das Gefühl haben, etwas weniger zu machen, wird es sofort schwierig. Egal, gegen welchen Gegner es geht."

Gegen die Bayern aber vielleicht noch etwas mehr. Terzic spricht von einem "sehr großen Werkzeugkasten der Offensive" und meint das Eins-gegen-eins auf den Flügeln genauso wie Flanken aus dem Halbfeld, Pässe in die Tiefe und die diagonalen Spielverlagerungen. Wir man das verhindern kann? "Am besten lässt man den Gegner nicht ins letzte Drittel kommen." Das wird sich aber auch mit einem hohen Anlaufen und konsequentem Gegenpressing nicht über 90 Minuten verhindern lassen: "Dann müssen wir bereit sein."

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Patrick Kleinmann