2. Bundesliga

HSV-Torjäger Terodde: Essen auf Rädern und Rad fahren

HSV-Torjäger ist zurück und spricht über die Quarantäne

Terodde: Essen auf Rädern und Rad fahren

HSV-Torjäger Simon Terodde ist nach der Quarantäne wieder auf dem Platz.

HSV-Torjäger Simon Terodde ist nach der Quarantäne wieder auf dem Platz. imago images

Terodde sagt: "Die Jungs haben sich gefreut und ich habe mich gefreut." Dass er am Ostersonntag mit nach Hannover fahren wird, steht nach mildem Krankheitsverlauf schon fest - in den kommenden Tagen geht es vor allem darum, in welcher Rolle er wieder einsteigt.

Terodde: "Mein gutes Immunsystem hat mir sehr geholfen"

"Viel verloren", glaubt der 33-Jährige, "habe ich nicht. Zum Glück bin ich in meinem Job viel an der frischen Luft und treibe viel Sport. Mein gutes Immunsystem hat mir sehr geholfen, ich hatte nur leichte Erkältungssymptome, habe schon nach wenigen Tagen wieder trainieren können."

Spielersteckbrief Terodde
Terodde

Terodde Simon

2. Bundesliga - 27. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
VfL Bochum VfL Bochum
54
2
Hamburger SV Hamburger SV
50
3
SpVgg Greuther Fürth SpVgg Greuther Fürth
50
2. Bundesliga - Torjäger 2020/21
Hamburger SV Terodde Simon
20
SV Darmstadt 98 Dursun Serdar
16
VfL Bochum Zoller Simon
14

Die Steuererklärung ist auch erledigt

Sein Programm beinhaltete zwei Grundsätze: Das Radeln und Essen auf Rädern. "Auf dem Fahrrad habe ich den Kreislauf in Schwung gebracht, und tatsächlich hatte ich Essen auf Rädern. Wenn man zwei Wochen nicht raus kann, ist es erst Recht wichtig, gute und gesunde Ernährung zu haben." Neben intensivem Kraftübungsprogramm und dem Fahrradergometer hat der Torjäger Dinge abgearbeitet, die sonst schon mal liegen bleiben. "Zum Beispiel die Steuererklärung ..."

Es ist ein Privileg, jeden Tag an der frischen Luft zu sein, die Kabine und die anderen Jungs zu haben.

Simon Terodde

Teroddes wichtigste Erkenntnis der Quarantäne ist diese: "Ich hatte natürlich auch Zeit, an die Zukunft zu denken und habe, immer wenn ich im TV oder Internet Trainingsbilder von den Jungs gesehen habe, gespürt, dass ich Fußball spielen will, so lange die Knochen halten. Ich habe gemerkt, was fehlt. Es ist ein Privileg, jeden Tag an der frischen Luft zu sein, die Kabine und die anderen Jungs zu haben."

Welcher Kabine er selbst künftig angehört, gehört nicht zu den Zukunftsfragen, die Terodde in den zurückliegenden Tagen für sich beantwortet hat. Dass Schalker Interesse an ihm kolportiert wird, ist ihm nicht entgangen, aber: "Es wird ja immer viel geschrieben, wenn bei einem Spieler der Vertrag ausläuft. Ich kann nur sagen: Ich freue mich jetzt richtig auf den heißen April. Das waren in Stuttgart und Köln immer die Monate, in denen die Weichen gestellt wurden, in denen es richtig zur Sache ging. Das ist eine Phase, die mir unglaublich Spaß macht, und da will ich erfolgreich sein. Alles andere interessiert mich jetzt nicht."

Eine Aussage, die einerseits nichts ausschließt, die aber in diesen Zusammenhang gehört: Terodde hat sich seit seinem ersten Tag in Hamburg nie anders geäußert, hat auch seine von Beginn an am Fließband gelieferten Treffer nie genutzt, um Druck auf den Verein auszuüben, sondern in der Kabine und auf dem Platz immer das große Ziel in den Mittelpunkt gerückt. Das tut er auch jetzt. "Ich bin richtig optimistisch, wir haben im Rückwärtsgang noch eine Schippe draufgelegt." Und sie haben auch ohne ihn gewonnen. "Der Trainer", sagt er deshalb, "hat keinen Druck, etwas verändern zu müssen."

Terodde könnte mit der Jokerrolle leben

Und Terodde könnte, zumindest im Spiel eins nach der Quarantäne, auch mit der Jokerrolle leben. "Ich weiß nach einer Einheit noch nicht, wie lange die Luft reicht. Aber wichtig ist es als Stürmer eigentlich, dass man in der 90. Minute noch auf dem Platz steht - das ist oft die Zeit, in der die Spiele entschieden werden ..."

Sebastian Wolff

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