Bundesliga

Ter Stegen: "Das ist unverschämt"

Gladbach: Zoff mit den Fans - Wendt entschuldigt sich

Ter Stegen: "Das ist unverschämt"

"Ich bin echt enttäuscht, was abging": Keeper Marc-André ter Stegen.

"Ich bin echt enttäuscht, was abging": Keeper Marc-André ter Stegen. Getty Images

Schon nach wenigen Minuten wurden Teile des Publikums unruhig, erste Unmutsbekundungen gefolgt von Pfiffen wurden laut. Als sich Oscar Wendt dann zu einer eindeutigen Handbewegung in Richtung Fans auf der Ostribüne hinreißen ließ, wurde er von der Gegengeraden ständig ausgepfiffen. Die Fans in der Nordkurve reagierten daraufhin und schimpften "Scheiß Tribüne".

"Buhmann" Wendt, der später das Siegtor von Luuk de Jong vorbereitete, entschuldigte sich schon in der Halbzeit bei den Zuschauern für seine Geste und nach dem Abpfiff noch einmal. Der Schwede zu den Vorfällen: "Ich kann verstehen, wenn die Leute nicht zufrieden sind, weil unser Spiel nicht gut funktioniert. Für mich haben sie aber zu früh gepfiffen. Die Geste war ein Fehler von mir. Dafür habe ich mich entschuldigt. Es war nicht richtig und wird auch nicht wieder vorkommen."

Spielersteckbrief Wendt
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Gar nicht einverstanden war allerdings ter Stegen: "Wenn nach zehn Minuten erste Pfiffe kommen und dann die Pfiffe nur noch gegen einzelne Spieler gerichtet sind, dann weiß ich nicht, was das soll. Das ist unverschämt", ärgerte sich der Keeper. "Wir stehen so weit oben, wie man es vor zwei Jahren nicht gedacht hätte. Und jetzt pfeifen sie, wenn man Greuther Fürth nicht mal eben abschlachtet. Dafür habe ich kein Verständnis. Ich bin echt enttäuscht, was abging."

In der Tat war Gladbach am 28. Spieltag der Saison 2010/11 zum gleichen Zeitpunkt der Saison mit 23 Punkten Tabellenletzter. Erst über die Relegation gegen Bochum (1:0, 1:1) sicherten sich die Fohlen den Verbleib in der Bundesliga. Doch die furiose letzte Saison mit dem vierten Platz weckte Begehrlichkeiten - international soll es bitte schon sein. Allerdings fehlen jetzt mit Marco Reus, Roman Neustädter und Dante eben auch drei Leistungsträger - Lucien Favre verwies mehr als einmal auf die dadurch fehlende Qualität.

Der Trainer betonte, dass ihm gefallen habe, wie ruhig seine Mannschaft gegen Fürth gespielt habe und nicht "Harakiri". Mit dem bisherigen Abschneiden in der Liga könne man zufrieden sein, "41 Punkte nach 28 Spieltagen sind gut", betont der Coach.