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Tennis World Tour 2: Endlich wieder ein gutes Tennis-Game

Im Test

Tennis World Tour 2: Endlich wieder ein gutes Tennis-Game

Tennis World Tour 2 macht viel, aber leider nicht alles richtig

Tennis World Tour 2 macht viel, aber leider nicht alles richtig. NACON

In der Vorschau-Version konnten wir lediglich schnelle Partien absolvieren, die finale Vollversion schaltet natürlich alle Spielmodi frei. Kernstück des Sportspiels ist der umfangreiche Karrieremodus, in dem ihr euren eigenen Spieler erstellt.

Danach gilt es, den jährlichen Tennis-Kalender abzugrasen und Turnier um Turnier zu spielen. Dafür winken Erfahrungspunkte und Preisgelder, mit denen ihr die Fähigkeiten eures Profis verbessert oder neue Ausrüstungsgestände kauft.

Das Hauptproblem liegt allerdings darin, dass der eigene Spieler in den ersten Stufen kaum in der Lage ist, überhaupt einen Ball erfolgreich zu retournieren. Das frustriert anfangs, vor allem für Genre-Neulinge.

Zumal der Titel wirkliche Abwechslung oder eine spannende Inszenierung vermissen lässt. Für ein paar schnelle Matches zwischendurch eignet sich der Titel dank spürbar verbessertem Gameplay aber dennoch hervorragend.

Gelungenes Gameplay

Bereits die Vorschau-Fassung ließ erahnen, dass Tennis World Tour 2 aus spielerischer Sicht mächtig zugelegt hat. Das fertige Spiel bestätigt den Ersteindruck: Da im Vergleich zum Vorgänger diesmal Position zum Ball, Timing und die Richtung unseres Schlages entscheidend sind, fühlen sich die Partien spürbar realistischer an.

Insgesamt 38 aktuelle und ehemalige Profis stehen zur Wahl, darunter beispielsweise Roger Federer oder die aktuelle Weltranglisten-Spitzenreiterin Ashleigh Barty, leider fühlen sie sich auf dem Platz aber weitestgehend gleich an. Schade, da bot Top Spin 4 vor rund neun Jahren bereits mehr Varianz.

Dennoch motiviert Tennis World Tour 2 ungemein. Besonders das Zusammenspiel aus Timing und den Skill-Karten gefällt. Von letzteren dürft ihr bis zu fünf in einem Deck speichern, um innerhalb der Matches kurzfristige Boni zu erhalten. Die reichen von erhöhter Präzision, über mehr Wumms bis hin zu einer Wiederherstellung unserer Ausdauer. Ein spaßiger Arcade-Touch im ansonsten realitätsnahen Spielgefühl.

Auch aus technischer Sicht geht das Spiel voll in Ordnung, jedoch ohne nennenswerte Akzente zu setzen. Immerhin wurden die größten Kritikpunkte am direkten Vorgänger konsequent ausgemerzt, was Tennis World Tour 2 zum besten Genrevertreter seit Jahren macht. An die Qualität eines Top Spin 4 oder Virtua Tennis 3 reicht der Titel allerdings noch immer nicht heran.

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Philipp Briel

Endlich wieder den Schläger schwingen

Exklusives Gameplay: Tennis World Tour 2

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