Bundesliga

Taktische Frei-heiten bei Comeback

Mainzer Defensive ändert das System

Taktische Frei-heiten bei Comeback

Auch auf dem Platz mit dem Trainer im Austausch: Fabian Frei (r.).

Auch auf dem Platz mit dem Trainer im Austausch: Fabian Frei (r.). Getty Images

Frei übernahm die Rolle vor der Abwehr, Ramalho halbrechts, Jean-Philippe Gbamin halblinks. So sollten die Freiburger Pässe in die Schnittstellen unterbunden werden. "Wir haben gemerkt, dass die Mitte unter Druck war. Die Außen von Freiburg sind eingerückt, und das haben wir signalisiert", erläutert der 27-Jährige die taktischen Frei-heiten. Er ergänzt: "Wir stehen auf dem Platz und deshalb kann man ja mit dem Trainer im Austausch sein. In diesem Fall hat es funktioniert. Es war nicht allein meine Entscheidung, sondern in Absprache mit den Innenverteidigern. Wenn der Trainer aber sagt, wir sollen nicht wechseln, dann wird das akzeptiert. Ganz klar: Er ist der Chef."

Schmidt nahm den Vorschlag an. Viel stabiler stand Mainz in Folge dessen nicht - die Gäste kamen auch in der Schlussphase noch zu guten Chancen. Die Rheinhessen aber ließen sich nie beirren. Das Team blieb trotz großer Aufregung in den Schlussminuten ruhig, machte es clever und gewann letztlich auch verdient.

Spielersteckbrief F. Frei
F. Frei

Frei Fabian

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
RB Leipzig RB Leipzig
27
2
Bayern München Bayern München
24
3
Borussia Dortmund Borussia Dortmund
21

Für Frei war es der erste Einsatz nach seiner Verletzungspause. Der Schweizer durfte prompt durchspielen und zeigte sich überglücklich. "Ich bin mega-happy", sagt er, weil er 90 Minuten schmerzfrei spielen konnte. Und weil es am Ende noch zu einem knappen, aber spektakulären Sieg reichte, glaubt Frei, "dass es für alle in Mainz ein schönes Wochenende ist".

Georg Holzner