3. Liga

Schwere Ausschreitungen rund um Dresdens Aufstiegs-Heimspiel

Polizei setzt Wasserwerfer und Tränengas ein

"Tag schwer beschädigt": Ausschreitungen rund um Dresdens Aufstiegs-Heimspiel

Konfrontation am Dresdner Stadion: Die Polizei lieferte sich schwere Auseinandersetzungen mit sogenannten Fans von Dynamo.

Konfrontation am Dresdner Stadion: Die Polizei lieferte sich schwere Auseinandersetzungen mit sogenannten Fans von Dynamo. picture-alliance

Rund 20 Minuten vor Abpfiff der Partie zwischen Dynamo Dresden und Türkgücü München (4:0) kam es zu schweren Ausschreitungen - von Seiten der Dresdner Anhängerschar flogen Glasflaschen und Pyrotechnik auf die Polizei, zudem versuchten einige die Absperrungen gewaltsam zu durchbrechen, wie die dpa berichtet.

Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas

Zuvor hatte die Polizei die Menge vor dem Stadion mehrfach aufgefordert, das Gelände zu verlassen und setzte im weiteren Verlauf auch Wasserwerfer und Tränengas ein. Einzelne Randalierer wurden festgenommen, es gab mehrere Verletzte, die sich durch herumfliegende Gegenstände Platzwunden zuzogen. Die Polizei berichtet via Twitter von elf verletzten Polizeikräften.

Dynamo reagiert: "Schade, dass dieser Tag so schwer beschädigt wurde"

Am späteren Sonntagnachmittag bedauerte Dynamo Dresden die Ausschreitungen. "Dieser Moment des Aufstiegs gehört so vielen Menschen, die heute nicht im Stadion dabei sein durften", twitterte der Drittligist nach seinem Aufstieg in die 2. Bundesliga und betonte: "Hier gibt es sehr viel aufzuarbeiten, wenn der Polizeieinsatz vor dem Stadion abgeschlossen sein wird. Es ist sehr schade, dass dieser Tag so schwer beschädigt wurde."

Bereits im Vorfeld der Partie waren Unruhen befürchtet worden, das Spiel gegen Türkgücü wurde wegen "der bestehende Veranstaltungslage in Dresden und die damit einhergehenden Einsatzmaßnahmen der Sicherheitskräfte vor Ort" von Samstag auf Sonntag verschoben worden.

Alle Appelle verpuffen

Als die Partie dann am Sonntag angepfiffen wurde, sicherte ein Großaufgebot der Polizei das Gelände rund um das Stadion massiv ab, um einen Massenandrang von Fans vor dem Stadion zu verhindern. Die Beamten waren unter anderem mit einem Hubschrauber im Einsatz, um befürchtete Ansammlungen früh erkennen zu können.

Der Verein hatte im Vorfeld des Heimspiels genau wie Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) an die Anhänger appelliert, zu Hause zu bleiben. Doch diese Aufrufe verpufften wirkungslos - Hunderte von Fans zogen dennoch zur Spielstätte.

bst/dpa