2. Bundesliga

VfL Bochums Top-Torjäger Zoller und das Tabu-Wort Aufstieg

Bochums Top-Torjäger fühlt sich im Sturmzentrum pudelwohl

Tabu-Wort Aufstieg? Zoller: "Dafür wird niemand verhaftet"

Bochums Top-Torjäger Simon Zoller fühlt sich im Sturmzentrum am wohlsten.

Bochums Top-Torjäger Simon Zoller fühlt sich im Sturmzentrum am wohlsten. imago images

Das Wort "Aufstieg" wird von vielen Spielern, Trainern und Funktionären gerne so lange vermieden, bis er in trockenen Tüchern ist. Als Tabellenzweiter nach 15 Spieltagen, der drei Ligapartien in Folge gewinnen konnte, muss man sich fast zwangsläufig mit diesem Thema auseinandersetzen. Ist das A-Wort also auch an der Castroper Straße in Tabu?

"Es wird zwar niemand dafür verhaftet, wenn das Wort mal zufällig fällt. Aber wir sind gut beraten, dass wir in dieser sehr engen Liga weiter Woche für Woche unsere Leistung auf den Platz bringen", erklärt Stürmer Simon Zoller.

Mit Konstanz und Teamgeist im Aufstiegsrennen

Zumal sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen abzeichnet: Spitzenreiter HSV (30 Punkte) hat mit Bochum (29), Kiel (29), Fürth (27) und Düsseldorf (27) gleich vier Verfolger an den Fersen. "Aktuell sind fünf Mannschaften oben eng beisammen", weiß Zoller. "Dass eine Mannschaft vorneweg marschieren wird, glaube ich nicht."

Wir stehen zu Recht da oben.

Simon Zoller

Und trotzdem konnte sich der VfL mit Konstanz in den letzten Wochen oben festbeißen. "Wir haben dort die Ergebnisse positiv gestaltet, wo andere Teams Punkte gelassen haben. Es hätte auch anders laufen können, aber wir haben uns dagegengestemmt. So stehen wir zu Recht da oben", betont Zoller und verweist auf den Teamgeist innerhalb der Mannschaft: "Die Mannschaft ist in der ersten Corona-Phase zusammengewachsen und hat ihr Gesicht im Sommer nicht großartig verändert. Die eingespielten Abläufe und das Miteinander zahlen sich nun aus. Auch die Spieler, die etwas hintendran sind, pushen uns."

Zoller: "Im Zentrum kann ich der Mannschaft am meisten geben"

Mit acht Treffern ist Zoller knapp vor Robert Zulj (sieben) der Top-Torjäger beim Revierklub. Dem 29-jährigen Angreifer fehlen somit nur noch fünf Tore bis zu seiner Bestmarke von 13 Treffern aus der Zweitliga-Saison 2013/14 mit Kaiserslautern. "Man weiß, wie schnell es gehen kann", lacht Zoller. "Aktuell gehen die Bälle rein. Aber es war auch harte Arbeit, da wieder hinzukommen. Momentan spielt mein Körper mit."

Und der 29-Jährige wieder auf einer Position, die ihm gut zu Gesicht steht: im Sturmzentrum. "Das ist die Position, auf der ich ausgebildet worden bin", erklärt der 1,79 Meter große Rechtsfuß. "Im Zentrum kann ich gefühlt der Mannschaft am meisten geben: von den Laufwegen her, von meiner Intensität im Spiel."

Auch am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker), wenn Bochum den 1. FC Nürnberg empfängt, will Zoller das wieder unter Beweis stellen. "Sie wirken gefestigt", sagt Zoller und erwartet eine "unangenehme Mannschaft."

cru/dn

Alle Zweitliga-Wintertransfers 2020/21