Tennis

Swiatek gewinnt zum dritten Mal in Folge die French Open

Finale im Einzel der Frauen

Swiatek gewinnt zum dritten Mal in Folge die French Open

Ich hab' dich lieb: Iga Swiatek umarmt das Objekt der Begierde bei den French Open schon zum vierten Mal.

Ich hab' dich lieb: Iga Swiatek umarmt das Objekt der Begierde bei den French Open schon zum vierten Mal. IMAGO/ZUMA Press Wire

Das Match wartete direkt mit Hochgeschwindigkeits-Tennis auf. Eine furchtlos agierende Paolini hielt in den ersten Rallyes stark dagegen, wenn auch ihr erstes Service nur mit Mühe. Swiatek, die mit nur einem Satzverlust (gegen Naomi Osaka) ins Finale gestürmt war, reparierte ihr arg fehlerhaftes zweites Aufschlagspiel direkt mit einem gnadenlosen Rebreak zu null zum 2:2.

Swiatek erhöht den Druck und holt Satz eins

Die Polin legte nunmehr voll konzentriert in Sachen Tempo, Schlaghärte und Präzision zu. Weil Swiatek nur wenige Fehler machte, war die Italienerin dazu gezwungen, das Risiko zu erhöhen. Zwar fand so manche Vorhand-Peitsche - der stärkste Schlag der couragierten Paolini - ihr Ziel, ein erneuter Aufschlagverlust mit einem Doppelfehler jedoch ebnete der Weltranglistenersten den Weg zum Gewinn des ersten Satzes - 6:2.

Durchgang zwei: Paolini gegen Swiateks Konstanz chancenlos

Swiatek drückte dem Duell weiter ihren Stempel auf und zwang die Außenseiterin mit ihrem variablen und druckvollen Spiel auch im zweiten Durchgang immer wieder zu Fehlern. Paolini wehrte sich, stand gegen die Perfektion und Spielstärke der topgesetzten Warschauerin aber auf verlorenem Posten, die sofort wieder breakte. Swiatek gelang fast alles, sie spielte wie ein Uhrwerk und erzählte die Geschichte schnell zu Ende: Nach einem nicht nur ergebnistechnisch fast makellosen zweiten Satz riss die 23-Jährige nach 1:08 Spielzeit jubelnd die Hände hoch.

Für Swiatek war es nach dem 6:2 und 6:1 damit in Paris nach 2020, 2022 und 2023 schon der vierte Triumph, mit dem sie ihre aktuelle Ausnahmestellung bei den Frauen untermauerte. Dreimal in Folge hatten zuvor die Belgierin Justine Henin (2005 bis 2007) und die Serbin Monica Seles (1990 bis 1992) gewonnen.

Paolini, die in der Weltrangliste einen Sprung von Rang 15 erstmals in die Top Ten machen wird, hat am Sonntag im Doppel an der Seite ihrer Landsfrau Sara Errani eine weitere Titelchance und trifft auf US-Open-Siegerin Coco Gauff (USA) an der Seite der Tschechin Katerina Siniakova.

jch