3. Liga

SVWW beendet Negativserie: Nackenschlag für Meppen

Überblick: Löwen gewinnen wilden Ritt - Dresden blamiert sich in Haching

SVWW beendet Negativserie: Nackenschlag für Meppen

Erzielte seine Saisontreffer 10 und 11 für Wiesbaden in Meppen: Phillip Tietz.

Erzielte seine Saisontreffer 10 und 11 für Wiesbaden in Meppen: Phillip Tietz. imago images

Der doppelte Tietz bringt Wiesbaden in Meppen zurück in die Spur

Nach zuletzt fünf Spielen (0/1/4) ohne Dreier hat der SV Wehen Wiesbaden am Montagabend in Meppen seinen Negativlauf beim klaren 3:0 beendet und gleichzeitig dem SVM einen empfindlichen Nackenschlag im Abstiegskampf versetzt. Tietz brachte in einer unterhaltsamen Partie, in der die Frings-Elf durchaus auch zu guten Chancen kam, mit seinen Saisontoren 10 und 11 die Hessen zurück in die Erfolgspur. Für die Emsländer bleibt mit nur drei Punkten vor einem Abstiegsplatz und mit der schlechtesten Tordifferenz (-19) die Luft dünn.

Wieder kein Tor: Dresden verliert auch bei Schlusslicht Haching

Der Drittliga-Sonntag endete mit einer faustdicken Überraschung: Schlusslicht SpVgg Unterhaching bezwang Spitzenreiter Dynamo Dresden nach Toren von Hain (40.) und Greger (57., Elfmeter) mit 2:0 und darf nach dem Coup wieder vom Klassenerhalt träumen (sechs Punkte Rückstand). Die Sachsen dagegen blieben im dritten Spiel in Folge ohne eigenen Torerfolg und konnten die Ausrutscher der Verfolger kein Kapital schlagen.

Vierter Streich für die Viktoria in Zwickau

Viktoria Köln blieb auch am 31. Spieltag in der Erfolgsspur und kann nach dem 2:1-Sieg beim Tabellennachbarn FSV Zwickau mit nunmehr 43 Zählern wohl mit einem weiteren Jahr Drittklassigkeit planen. In Durchgang eins hatten die Westsachsen die besseren Chancen, ließen diese allerdings liegen. Nach dem Seitenwechsel schlugen die Domstädter nach zwei Ecken eiskalt zu, der Anschlusstreffer Zwickaus kam zu spät. Viktoria stellte mit den vierten Auswärtssieg in Folge einen neuen Vereinsrekord in der 3. Liga auf.

Löwen und Verl erfüllen die Erwartungen

Sascha Mölders

Erwies sich einmal mehr als Knipser: Sascha Mölders. imago images

Das Duell der zwei besten Offensivreihen der Liga hielt, was es versprach: Eilers sorgte mit seinem dritten Treffer in Serie für Verls Blitzstart, ehe Mölders per Doppelpack - es waren seine Saisontreffer 19 und 20 (!) - rasch die Wende herbeiführte. Als Verls Mikic kurz nach Wiederanpfiff mit Gelb-Rot vom Platz flog, war die Messe im Grünwalder Stadion längst nicht gelesen, denn die Gäste blieben mutig, hatten bei Corboz' Pfostenkracher noch Pech, glichen dann aber nach einer Ecke durch Yildirim (14. Saisontor) aus. Das 2:2 war jedoch nicht von allzu langer Dauer, denn Neudecker köpfte die Löwen abermals in Front - und verpasste den Verlern damit zugleich den entscheidenden Nackenschlag. Im Rennen um Platz vier distanzierte 1860 damit die Konkurrenz aus Verl und darf selbst mehr denn je wieder auf die Aufstiegsplätze schielen.

Saarbrücken dominiert Türkgücü

Saarbrücken bleibt an den Löwen dran. Der FCS legte einen Blitzstart gegen Türkgücü hin, führte nach 90 Sekunden, einer Ecke und einem Zeitz-Volleyschuss bereits mit 1:0 und blieb im Aufsteiger-Duell auch im weiteren Verlauf tonangebend. Shipnoski stellte die Weichen mit dem 2:0 noch vor der Pause auf Sieg. Röser sorgte zwar nach Wiederanpfiff für den Anschluss, mehr war den Gästen aber nicht vergönnt, sodass sie allmählich im Niemandsland der Tabelle versauern.

Lautern steigert sich im Kellerduell

Intensives Spiel: Lauterns Winkler im Zweikampf mit Akono (Mi.).

Intensives Spiel: Lauterns Winkler im Zweikampf mit Akono (Mi.). imago images

"Verlieren verboten", hieß es derweil im Abstiegskracher zwischen Lübeck (Tabellen-19.) und Kaiserslautern (18.). Der Druck, der auf beiden Klubs lastet, war in diesem intensiven, aber chancenarmen Duell spürbar. Der VfB war jedoch einen Tick griffiger und belohnte sich durch einen Treffer von Akono auch dafür. In Hälfte zwei stach Lauterns Joker Hanslik und stellte mit seinem Treffer zum 1:1 alles wieder auf null. Danach blieb es spannend, ein Lucky Punch glückte aber weder der einen noch der anderen Mannschaft. Letztlich stand ein 1:1 zu Buche, das mit Blick auf die Tabellensituation beiden Teams nicht wirklich weiterhilft.

Magdeburger Serie geht weiter

Im Ostseestadion trafen mit Rostock und Magdeburg die zwei derzeit formstärksten Teams der Liga aufeinander. Der Ostklassiker war geprägt von aufmerksamer Abwehrarbeit und konzentrierten Gästen, die eiskalt konterten - Atik markierte sein viertes Tor im vierten Spiel. Die Kogge erwies sich im weiteren Verlauf etwas träge, kam kaum zu Chancen und hatte dann auch noch Pech, als Andreas Müller auf der Linie klärte. Nachdem Verhoeks vermeintlicher Ausgleich wegen Abseits wieder einkassiert wurde, bekam Ernst einen Elfmeter zugesprochen. Bertram markierte in der Schlussminute den 2:0-Endstand. Der FCM feierte den vierten Sieg in Serie und ist seit sechs Partien ungeschlagen. Hansa verpasste es derweil, Tabellenführer Dresden unter Druck zu setzen.

Wilde Schlussphase bei Demichelis' Einstand

Selbiges trifft auf Verfolger Ingolstadt zu, der gegen die kleinen Bayern strauchelte. Mit neuem Trainergespann um Martin Demichelis und Danny Schwarz wollte Bayern II den eigenen Negativlauf (0/0/4) beenden. Im oberbayerischen Duell bei Aufstiegsaspirant und Heimmacht Ingolstadt (11-2-1) verkauften sich die Bayern dann auch ordentlich, gaben sich vor allem defensiv keine Blöße. Eine Viertelstunde vor Schluss schlug Elvas Schlenzer aber im Bayern-Tor ein. Der FCB stand unter Druck, hatte dann aber Glück, dass Heinloth den Ball an den Arm bekam. Singh verwandelte den fälligen Strafstoß sicher (86.) und läutete eine wilde Endphase ein. Erst brachte Kaya die Schanzer in der Schlussminute erneut in Führung, doch Lawrence rettete dem FCB mit seinem Treffer zum 2:2-Endstand doch noch einen Zähler.

Kein Sieger in Duisburg

Keinen Sieger gab es zwischen dem MSV Duisburg und Waldhof Mannheim. Martinovic belohnte die Mannheimer für einen guten Start, doch Stoppelkamp hatte die passende Antwort parat. So stand unter dem Strich ein 1:1, auch weil MSV-Keeper Weinkauf in der 90. Minute zuerst einen Elfmeter von Garcia und dann auch noch Martinovics Nachschuss parierte und dafür sorgte, dass Duisburgs Schmidt, der den Strafstoß an Martinovic verursacht Gelb-Rot gesehen hatte, ein riesiger Stein vom Herzen fiel.

Jubel beim Halleschen FC

So sieht Erleichterung aus: Halles Trainer Florian Schnorrenberg (M.) feiert den 2:1-Treffer seiner Mannschfat. imago images

Später Doppelschlag: Halle dreht Spiel gegen Uerdingen

Zum Auftakt des 31. Spieltags hatte der Hallesche FC sein Heimspiel gegen den KFC Uerdingen am Freitagabend gewonnen. Nach mutigem Beginn der Hausherren entwickelte sich eine zähe Partie, in der die Gäste mit ihrer ersten Chance durch Feigenspan in Führung gingen (61.). Der HFC, für den Boyd kurz vor dem Rückstand noch an der Latte gescheitert war, gab jedoch nicht auf und kam durch Vucur noch zum späten Ausgleich (89.). Damit nicht genug: In der zweiten Minute der Nachspielzeit brachte Boyd die Saalestädter sogar in Führung - und feierte anschließend vielsagend mit seinem in der Kritik stehenden Trainer Florian Schnorrenberg. Beim 2:1 blieb es bis zum Schluss. Halle stoppte damit den Negativlauf. Der KFC hingegen schwebt weiter in Abstiegsgefahr.

kon