Bundesliga

Mainz 05 - Svensson über Burkardt: "Die Frage war nur: Wann?"

Niakhaté vor Comeback gegen Gladbach

Svensson über Burkardt: "Die Frage war nur: Wann?"

Bald A-Nationalspieler? Bo Svensson hält große Stücke auf Jonathan Burkardt (re.).

Bald A-Nationalspieler? Bo Svensson hält große Stücke auf Jonathan Burkardt (re.). imago images/Marcel Lorenz

Gegen Augsburg (4:1) und im Pokal gegen Bielefeld (3:2 nach Verlängerung) feierten die Mainzer zuletzt Fußballfeste vor heimischer Kulisse. Es folgte in der Liga ein 2:1-Auswärtssieg in Bielefeld, der Lohn lautet: Aktuell Platz 5 - und beste Voraussetzungen für die nächste Flutlicht-Party in der MEWA-Arena. Mit Borussia Mönchengladbach wird am Freitagabend freilich ein anderes Kaliber zu Gast sein als zuletzt der FCA und die Arminia.

Das lässt auch 05-Coach Bo Svensson durchblicken, ausdrücklich ohne die jüngsten Gegner abzuwerten. "Auch das waren schwierige Aufgaben. Aber jetzt erwartet uns ein hochklassiger, sehr, sehr schwerer Gegner. Bei uns muss vieles passen, um zu gewinnen." Konkret: "Du musst schnell spielen, mit wenigen Kontakten die richtige Lösung finden und gut pressen. Sonst kommt es zu Ballverlusten, und du wirst weggespielt. Gegen Bayern (Gladbachs 5:0-Gala im Pokal, d. Red.) hat man gesehen, was das bedeutet."

"Die Tabelle ist nicht so aussagekräftig. Ich schaue inhaltlich auf die Spiele."

Mit Blick auf die grundsätzliche Qualität des Kaders, so die Botschaft, sieht Svensson sein eigenes Team nicht auf Augenhöhe mit der Borussia. Auch wenn die Mainzer derzeit fünf Plätze und zwei Punkte vor Gladbach rangieren. "Die Tabelle", erklärt der Fußballlehrer, "ist da nicht so aussagekräftig. Ich schaue inhaltlich auf die Spiele."

Die Möglichkeit, mit dem vierten Pflichtspielsieg hintereinander eine denkwürdige Serie zu schaffen, spielt in Svenssons Gedanken folglich "überhaupt keine Rolle". Aber: "Natürlich ist es eine Aufgabe, auf die wir uns freuen." Mutmaßlich umso mehr, als der zuletzt angeschlagene Kapitän Moussa Niakhaté wieder einsatzbereit sein dürfte. "Wenn er im Abschlusstraining keine Probleme hat, hat er gute Chancen", formuliert der Coach.

Der Senkrechtstarter hat die eigene Bandbreite komplettiert

Unweigerlich im Blickpunkt stehen wird am Freitagabend auch wieder Jonathan Burkardt, unabhängig davon, ob er für die anstehenden Länderspiele erneut ins Aufgebot der U-21-Nationalmannschaft oder gar erstmals ins A-Team berufen wird. "Er hat eine gute Entwicklung gemacht", lobt Svensson, der den Senkrechtstarter bereits als Trainer im Mainzer Nachwuchs unter seinen Fittichen hatte. "Das war immer klar, die Frage war nur: Wann?" Mit der inzwischen ausgeprägten Torgefährlichkeit habe der 21-Jährige seine fußballerische Bandbreite quasi komplettiert.

"Auch als er noch nicht so viel getroffen hat, hat in seinem Spiel schon vieles gestimmt", urteilt Svensson, "von der Öffentlichkeit wird das dann aber nicht so wahrgenommen." Nun fliegt Burkardt nicht mehr unterm Radar, und sein Trainer prophezeit: "Er hat richtige Schritte gemacht, aber das ist noch nicht das Ende." Sollte Bundestrainer Hansi Flick aktuell noch auf den Mainzer Angreifer verzichten - was angesichts der Bedeutung des U-21-EM-Qualispiels gegen Polen zu erwarten ist - könnte der nächste passende Moment also bald wiederkommen.

Thiemo Müller

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