Bundesliga

Sven Bender kniet sich rein

Dortmund: Zidan denkt an Abschied

Sven Bender kniet sich rein

"Das Knie ist ansonsten in einem Top-Zustand": Sagt Dortmunds Sven Bender nach der Operation.

"Das Knie ist ansonsten in einem Top-Zustand": Sagt Dortmunds Sven Bender nach der Operation. imago

In Augsburg kam "Manni" unters Messer; es wurde vernarbtes Kapselgewebe im linken Knie entfernt, das während der Saison Probleme bereitet hatte. "Es ging nicht mehr. Aber die Untersuchung hat gezeigt, dass das Knie ansonsten in einem Top-Zustand ist", versichert Bender.

Der Eingriff ist gut verlaufen, aber natürlich muss Bender seine Urlaubspläne ändern. Ein paar Tage in der Heimat im bayrischen Brannenburg, ein Kurztrip mit Zwillingsbruder Lars in die Sonne, dann wird der Mittelfeldmann in der Reha intensiv daran arbeiten, beim Trainingsauftakt am 29. Juni mitzumischen: Schuften für ein möglichst schnelles Comeback.

Wie wertvoll er inzwischen für Jürgen Klopp ist, hat der Abteilungsleiter im Ressort Balleroberung nachhaltig bewiesen. Mit 2,70 weist er den besten kicker-Notenschnitt im defensiven Mittelfeld auf, gilt beim BVB als unverzichtbar und feierte am 29. März beim 1:2 seine Debüt in der Nationalelf. "Er hat mich enorm überzeugt", lobt Joachim Löw, "er ist überragend gut in der Balleroberung."

Bender hat mit einer Saison, in der er fast konstant auf höchstem Niveau wirkte, seine Position zementiert. Kollege Mohamed Zidan (29, Vertrag bis 2012) dagegen muss befürchten, eine Randfigur zu bleiben. Erst stoppte ihn ein Kreuzbandriss, dann eine Verletzung an einem Muskelansatz der Wirbelsäule; mehr als acht Kurzeinsätze waren für den Offensivmann nicht drin. Weil ihm nun durch die Verpflichtung des vielseitigen Ivan Perisic (22) neue, hochwertige Konkurrenz erwächst, denkt Zidan nach drei Jahren an einen Abschied von Dortmund.

Oliver Bitter