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Super League bald in PES? Was der Konflikt fürs Gaming bedeuten könnte

Aufruhr um die neue Eliteliga

Super League bald in PES? Was der Konflikt fürs Gaming bedeuten könnte

FIFA und UEFA drohen Teilnehmern der neuen europäischen Super League mit weitreichenden Konsequenzen.

FIFA und UEFA drohen Teilnehmern der neuen europäischen Super League mit weitreichenden Konsequenzen. Konami/The Super League

Die Ankündigung einer europäischen Super League hat die ganze Fußball-Welt in Aufruhr versetzt. Ein neues Turnier-Format mit bis zu 20 der reichsten europäischen Fußballklubs, die als Opposition zu FIFA- und UEFA-Wettbewerben eingeführt werden soll. Kritik kam schnell von den beiden Verbänden - als "zynisches Projekt" wurden die Pläne sogar bezeichnet. UEFA-Boss Aleksandar Ceferin fand am Montag noch deutlichere Worte.

Aber damit nicht genug: Allen teilnehmenden Vereinen wurde mit Ausschluss aus allen von FIFA und UEFA organisierten Turnieren und Ligen gedroht. Dies könnte potenziell maßgebliche Konsequenzen für den Fußball-eSport haben.

FIFA - Keine Super-League-Teams mehr in EAs Spielen?

Ein großes Thema wären die Lizenzen, um die sowohl FIFA als auch PES jedes Jahr kämpfen. Die FIFA hat ein exklusives Lizenzrecht an EA vergeben, die in ihrer Fußballsimulation alle Turniere des Verbandes exklusiv präsentieren dürfen. Wenn die FIFA künftig bestimmte Vereine und Spieler ausschließen würde, müsste die letzte Konsequenz davon sein, dass diese auch in einem "FIFA"-Spiel nicht mehr zu sehen wären.

Vom gleichen Prinzip könnten die UEFA und die Landesverbände Gebrauch machen. Auch sie drohen, alle Teilnehmer an der Super League aus ihren Wettbewerben auszuschließen.

Dabei geht es für EA um eine exklusive Lizenzvereinbarung, insbesondere: die Champions League. Das Turnier stellt im Rahmen der Ereignisse nun einen großen Streitpunkt dar. Genauso würde es aber auch bestimmte Ligen betreffen wie zum Beispiel die spanische La Liga. Sollten die Vereine aus den Wettbewerben ausgeschlossen werden, worüber die Landesverbände momentan diskutieren, könnten FC Barcelona, Real Madrid und Co. in FIFA 22 fehlen.

EA hat, neben den Rechten mit bestimmten Verbänden, zusätzlich exklusive Partnerschaften mit einzelnen Vereinen abgeschlossen, wie z.B. Super-League-Mitbegründer FC Liverpool. Wie es mit solchen Partnerschaften und Lizenzrechten weitergehen würde, ist unklar. Man kann aber davon ausgehen, dass FIFA und UEFA ihr Möglichstes tun würden, um die Super League so wenig wie möglich, idealerweise gar nicht, in ihrem eigenen Lizenzprodukt zu haben.

PES - Vorreiter für eine Super-League-Lizenz?

Konami hat, im Gegensatz zu EA, keine feste Partnerschaft mit der FIFA, jedoch die exklusiven Rechte für die UEFA EM 2020. Sie hätten also weniger potenziellen Druck von Partnern und dadurch, rein hypothetisch, eine bessere Chance, sich eine exklusive Lizenz für eine eventuelle Super League zu sichern. Die aktuellen PES-Spiele besitzen schon exklusive Partnerschaften mit sechs der Super League-Mitbegründer (FC Barcelona, Arsenal FC, Manchester United, Juventus, Inter und AC Mailand). Dies könnte also eine Brücke zu einer Super League-Lizenz darstellen.

Sollte dies nicht passieren, würden natürlich auch hier Mannschaften wegfallen, zum Beispiel die drei Klubs aus der, hier vollständig lizenzierten, Serie A TIM.

Fußball-eSport - Die Realität regiert über das digitale Spiel

Welche Konsequenzen die Super League auf den eSport haben könnte, wäre einerseits absehbar und andererseits wieder völlig offen. Sollten die Mannschaften tatsächlich aus ihren Ligen verbannt werden, würden sie wohl auch aus den jeweiligen eSport-Äquivalenten ausscheiden, wie der ePremier League in FIFA oder der eSerie A in PES. FIFA und EA organisieren einen großen Teil der offiziellen eFootball-Turniere, diese würden also auch etwaige Konsequenzen spüren. Das gleiche gälte für PES, besonders für die eFootball.Pro, in der mehrere Mitglieder der Super League vertreten sind.

Ob die neue Liga, sollte sie so stattfinden wie momentan vorgeschlagen, eine eigene eSport-Liga aufstellt, ist unklar. Genauso, wie genau die Umstrukturierung der teilnehmenden Vereine und Turniere aussehen würde. Eins ist aber gewiss: Dies könnte eine monumentale Veränderung der bekannten Strukturen des Fußballs bedeuten und dies würde auch Konsequenzen für den digitalen Sport nach sich ziehen.

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