Bundesliga

Sunjic soll "sofort helfen" - Warten auf Baumgartl

Stuttgart: Fragezeichen hinter der neuen Innenverteidigung

Sunjic soll "sofort helfen" - Warten auf Baumgartl

Auch beim VfB alles im Griff? Toni Sunjic (re., gegen Belgiens Romelu Lukaku).

Auch beim VfB alles im Griff? Toni Sunjic (re., gegen Belgiens Romelu Lukaku). imago

Robin Dutt geht davon aus, dass der 26-Jährige Bosnier "sofort helfen" kann. "Er passt mit seiner Athletik und seiner Spielweise sehr gut zu unserer Spielkonzeption und bringt eine sehr gute Mentalität und internationale Erfahrung mit", hat der VfB-Sportvorstand bereits mehrfach gesagt. Angesichts der Stuttgarter Defensivschwächen, die vor allem individueller Fehlleistungen und erst zweitrangig dem neuen, nach vorne orientierten System des Trainers geschuldet sind, ein frommer Wunsch. "Es ist nicht so, dass nirgends Fehler passieren", meint Alexander Zorniger. "Aber wir müssen sie minimieren." Deswegen hatte der Coach für diese Woche angekündigt "bestimmte Prozesse" anzuschieben. "Vor allem im individuellen Eins-gegen-eins-Verhalten und als Mannschaft in der Kompaktheit und bei der Blauäugigkeit im Verteidigen von Torchancen."

Es ist nicht so, dass nirgends Fehler passieren. Aber wir müssen sie minimieren.

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Dass er zuletzt dazu nicht den kompletten Kader zur Verfügung hatte, ist nicht zu ändern. Dass sein neuer Abwehrchef seit dessen Verpflichtung (für rund drei Millionen Euro von Kuban Krasnodar) erst zweimal mit der Mannschaft trainiert hat und das Zorniger-System erst noch verinnerlichen muss, lässt er nicht als Ausrede zu. Am Mittwoch nahm er Länderspiel-Rückkehrer Sunjic zur Seite, sprach mit ihm, erklärte ihm, was er von ihm erwartet. Und auch mit der Tatsache, dass Timo Baumgartl wegen Patellasehnenbeschwerden bis Mittwoch nur individuell trainieren konnte, geht der Coach gelassen um. "Bei der Patellasehne, mit der er immer wieder Probleme hat, muss man dranbleiben. Das hatten wir ganz gut im Griff, jetzt hat er wieder einen Schlag draufbekommen." Zorniger hofft auf einen Einsatz des 19-Jährigen – und auf die Geburtsstunde einer neuen, stabileren Innenverteidigung.

Hlousek kann einspringen

Sollte Baumgartl ausfallen, wird wohl Adam Hlousek wieder einspringen. Sunjic, eigentlich ein Rechtsfüßer, würde dann rechts im Abwehrzentrum verteidigen, der Tscheche links starten. Dass dieser gegen Frankfurt einen schwarzen Tag erwischt und mit einem Eigentor die Niederlage eingeleitet hatte, will Zorniger nicht zu hoch hängen. "Adam hat es in den zwei Spielen davor erstaunlicherweise, für die breite Öffentlichkeit unerklärlich, richtig gut gemacht hat."

George Moissidis