Bundesliga

Süle widerspricht Nagelsmann: "Das stimmt so nicht"

Bayern-Verteidiger über sein Fehlen in Wolfsburg

Süle widerspricht Nagelsmann: "Das stimmt so nicht"

Reiste am 34. Spieltag nicht mit den Bayern nach Wolfsburg: Niklas Süle.

Reiste am 34. Spieltag nicht mit den Bayern nach Wolfsburg: Niklas Süle. IMAGO/ActionPictures

Warum gehörte Niklas Süle am Samstag in Wolfsburg nicht zum Aufgebot des FC Bayern? Julian Nagelsmanns Erklärung - der Innenverteidiger habe wegen seiner "Gefühlslage" mit den Worten "eher nicht" auf die Frage geantwortet, ob er nach Marcel Sabitzers Ausfall kurzfristig in den Kader rücken wolle - sorgte für Aufsehen.

Süle widerspricht nun dieser Darstellung. "Das stimmt so nicht. Da wurden am vergangenen Wochenende Dinge über mich behauptet, die einfach nicht passten", sagte der baldige BVB-Profi der "Sportbild". "Wissen Sie: Am vergangenen Donnerstag hat mich Julian Nagelsmann gefragt, ob es für mich in Ordnung sei, wenn ich gegen Wolfsburg nicht im Kader wäre. Er wollte junge Spieler, die in der kommenden Saison bei Bayern sind, belohnen und den Vortritt lassen. Für mich sei daher kein Platz im Kader."

Das habe er "hingenommen und akzeptiert, weil ich Verständnis für die Entscheidung hatte. Es war also eine Entscheidung des Trainer-Teams, die mich aus nachvollziehbaren Gründen nicht im Kader haben wollten. Am Freitag hieß es dann von einem unserer Co-Trainer, als sich Marcel Sabitzer verletzt hatte, kurz vor der Abfahrt, dass ich nun doch mitkönne, wenn ich wollte. Aber es sei auch okay, falls nicht. Das war die Geschichte."

Süle berichtet von Nagelsmann-Klarstellung auf der Meisterfeier

Offenbar ärgerte sich auch Nagelsmann selbst über seine mindestens verkürzte Erklärung auf der Pressekonferenz. "Vor der Meisterfeier am Sonntag, als wir alle beisammen waren", berichtet Süle, "hat Julian Nagelsmann übrigens vor der gesamten Mannschaft gesagt, dass ich nichts falsch gemacht habe und dass es ihm leidtue, was aus dieser Geschichte nun mit mir gemacht werde. Alle aus der Mannschaft und aus dem Team drumherum wissen, dass ich sie nie im Stich gelassen hätte."

jpe