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Südkorea entlässt Stielike

Asiaten bangen um WM-Ticket

Südkorea entlässt Stielike

Ist nicht mehr Trainer von Südkorea: Uli Stielike.

Ist nicht mehr Trainer von Südkorea: Uli Stielike. Uli Stielike

Durch die Pleite beim kommenden WM-Gastgeber Katar muss Südkorea wieder um das schon sicher geglaubte WM-Ticket für Russland zittern: Die dritte Niederlage im achten Spiel ließ den Vorsprung der Taegeuk Warriors auf Usbekistan auf dem Play-off-Rang auf einen Punkt schrumpfen. Zwar rangieren die Südkoreaner noch auf dem zweiten Platz der Gruppe A hinter den bereits qualifizierten Iranern, doch für die Verantwortlichen war das Maß nunmehr endgültig voll.

Die Entscheidung, die Zusammenarbeit zu beenden, fällte die technische Kommission des Koreanischen Fußballverbands (KFA) bei einer Sitzung im nördlichen Paju entschieden, teilte ein Sprecher am Donnerstag mit. Der Vertrag werde in "beiderseitigem Einvernehmen" aufgelöst, zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap den technischen Direktor des Verbands, Lee Yong Soo. Ein Nachfolger für den Deutschen wurde noch nicht ernannt.

Trainersteckbrief Stielike

Stielike Ulrich

WM-Qualifikation Asien

Schon im März soll Stielike nach der 0:1-Niederlage gegen China vor dem Aus gestanden haben, damals hatte sich KFA-Präsident Chung Mong-Gyu jedoch noch hinter seinen 62-jährigen Coach gestellt. Nach der ersten Pleite in Katar seit 32 Jahren hatte der Verband nun allerdings ganz offen von einer "großen Krise" gesprochen.

Stielike selbst hatte nach der Partie die "volle Verantwortung" genommen. "Ich war derjenige, der die taktischen Entscheidungen getroffen hat", konstatierte der Europameister von 1980, der als Spieler mit Borussia Mönchengladbach und Real Madrid jeweils dreimal Meister geworden war.

jch

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