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Südamerika-Verband spricht sich gegen Pläne für Fußball-WM alle zwei Jahre aus

"Eine WM alle zwei Jahre könnte den wichtigsten Wettbewerb auf der Welt verderben"

Südamerika-Verband spricht sich gegen Pläne für Fußball-WM alle zwei Jahre aus

Arsene Wenger

Arsene Wenger imago images/PanoramiC

"Eine WM alle zwei Jahre könnte den wichtigsten Wettbewerb auf der Welt verderben, seine Qualität senken und den exklusiven Charakter und den aktuellen Standard untergraben", teilte CONMEBOL am Freitag nach Beratungen mit. "Eine WM alle zwei Jahre würde eine Überlastung bedeuten, die praktisch unmöglich mit dem internationalen Wettbewerbskalender zusammenpasst." Sollte die WM doppelt so oft wie bislang stattfinden, könnte sich das auch negativ auf andere Wettbewerbe sowohl der Vereine als auch von Nationalteams auswirken.

Für eine derartige Änderung müsste es einen breit angelegten Prozess an Beratungen mit allen involvierten Akteuren geben, forderte der Kontinentalverband. Unter den derzeitigen Bedingungen unterstütze man das aktuelle WM-Modell. Vor knapp drei Jahren hatte der südamerikanische Verbandschef und FIFA-Vizepräsident Alejandro Dominguez einem damaligen Medienbericht zufolge selbst noch den Vorschlag eingereicht, die WM alle zwei statt alle vier Jahre zu veranstalten.

Ceferin, Chef der Europäischen Fußball-Union, hatte am Donnerstag bereits mit einem Boykott der WM gedroht, sollte das Turnier tatsächlich künftig im Zweijahresrhythmus ausgerichtet werden.

FIFA-Direktor Arsene Wenger hatte berichtet, dass seine Technische Beratungsgruppe die Ausrichtung der WM alle zwei Jahre offiziell vorschlage. Demzufolge sollen die Änderungen nach der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko mit erstmals 48 Nationen endgültig greifen. 2027 würden dann die Turniere der Konföderationen ausgerichtet werden, also auch die Europameisterschaft. Im bislang geplanten EM-Jahr 2028 stünde dann schon wieder die nächste WM an.

dpa