Bundesliga

Stuttgarts Sieglos-Serie endet in Bremen - Leverkusen erster Bayern-Jäger

Bundesliga, 10. Spieltag: Leipzig punktet in München, BVB nur remis

Stuttgarts Sieglos-Serie endet in Bremen - Leverkusen erster Bayern-Jäger

Stuttgart jubelt in Bremen, Leverkusen springt auf Schalke auf Platz zwei.

Stuttgart jubelt in Bremen, Leverkusen springt auf Schalke auf Platz zwei. Getty Images/picture-alliance (2)

Schalker taumeln weiter - Leverkusen jetzt Zweiter

Der FC Schalke hat am Sonntagabend die nächste Niederlage kassiert - das 0:3 gegen Bayer Leverkusen ist für die Königsblauen das 26. Liga-Spiel in Folge ohne Sieg. Die Königsblauen mussten im Tor mit der Nummer drei Michael Langer antreten, am ersten Tor für Bayer war er machtlos. Die Werkself ging durch ein diskussionswürdiges Eigentor der Schalker in Führung, als Dragovic Thiaw bedrängte und vom Schalker Abwehrmann der Ball ins Netz prallte. Leverkusen profitierte danach von Skrzybskis Fehlschuss vom Punkt und machte dann durch Schick eiskalt alles klar - die Bosz-Elf ist damit Zweiter, Schalke weiterhin Letzter.

Stuttgarts Wamangituka reizt Bremen doppelt

Der VfB Stuttgart hat am Sonntagnachmittag nach fünf sieglosen Liga-Spielen in Bremen drei Punkte eingefahren - und das verdient. Der Aufsteiger profitierte zunächst von einem eiskalt verwandelten Elfmeter von Wamangituka, in der Anfangsphase hatte Bremens Osako die Chance zur Führung liegen lassen. Die Stuttgarter hatten ab dem Führungstreffer alles im Griff, waren aktiver, hatten die besseren Chancen und gestatteten der Kohfeldt-Elf kaum Chancen. Nach einem Missverständnis zwischen Bremens Toprak und Pavlenka erzielte Wamangituka seinen zweiten Treffer - weil er das aufreizend lässig tat, kassierte er die Gelbe Karte. Sekunden später verkürzte plötzlich Werder durch Joker Selke, doch die Stuttgarter überstanden die Nachspielzeit unbeschadet.

Rasantes Topspiel in München

Der FC Bayern München musste sich am Samstagabend im Spitzenspiel gegen RB Leipzig ganz schön strecken, um am Ende einen Punkt mitzunehmen. Die Partie hielt vom Start weg allen Erwartungen stand. Mit blitzschnellem Umschaltspiel übertölpelte Leipzig die Münchner und Nkunku traf, nachdem er Neuer ausgetanzt hatte, zur Führung. Doch das Team von Hansi Flick, der früh Martinez auswechseln musste, drehte das Spiel innerhalb weniger Minuten. Erst schoss der eingewechselte Musiala zum 1:1 ein, ehe Müller nach schönem Spielzug das 2:1 erzielte. Wenige Sekunden später klingelte es wieder hinter Neuer, nachdem Kluivert seinen Schuss abgefeuert hatte: 2:2. Nach dem Wechsel köpfte Forsberg völlig freistehend zum 3:2 ein, doch gerade, als die Partie etwas an Tempo und Esprit einbüßte, legte Coman mit seinem dritten Assist des Abends Müller den 3:3-Endstand auf.

Reyna rettet dem BVB noch einen Punkt

Nach der Niederlage gegen Köln musste Dortmund in Frankfurt erneut Federn lassen und sich mit einem Punkt begnügen. Die Hessen erwischten einen Traumstart. Nach einem langen Ball von Hinteregger zeigte Kamada seine ganze Klasse und traf zur frühen Führung. In der Folge gab es Chancen auf beiden Seiten (z.B. Sancho oder Barkok). Nach dem Wechsel hatte Dortmund, das jetzt mit Moukoko spielte, deutliche Vorteile und Reyna traf mit einem satten Schuss zum verdienten 1:1. Der BVB investierte auch in der Folge mehr, hatte aber kein Glück im Abschluss, sodass es am Ende bei der Punkteteilung blieb.

Gladbach holt Remis in Freiburg

Es bleibt dabei: In Freiburg gibt es für Gladbach nicht viel zu holen. Nach nur einem Punkt aus den letzten zehn Spielen, kommt mit dem 2:2 nur ein weiterer Zähler aufs schmale Konto. Nach einer Viertelstunde hatten die Gäste Glück, denn Höler traf nach einem Konter nur den Pfosten und konnte auch den Rebound nicht verwerten. Die Strafe folgte prompt. Embolo schloss die erste gute Chance der Borussen direkt zur Führung ab. Die Breisgauer machten einfach weiter und glichen sehr sehenswert nach Fallrückzieher von Santamaria durch Lienhart aus. Nach dem Wechsel ging es munter weiter. Erst verwandelte Grifo einen Elfmeter, ehe Plea per Traumtor direkt zum 2:2 ausglich. In der Schlussphase gab es noch reichlich Chancen auf beiden Seiten, doch es blieb beim Remis.

Weghorst verdirbt Dudas Geburtstagparty

Und auch in Köln fand sich zwischen dem Effzeh und Wolfsburg kein Sieger. Dem VfL gehörte die Anfangsphase, und Weghorst vergab dabei die riesige Chance zur frühen Führung. Die war dann den Hausherren vorbehalten. FC-Youngster Thielmann bejubelte seinen ersten Bundesliga-Treffer. Allerdings dauerte es nicht lange, da glich Arnold per Freistoß zum 1:1 aus. Mit neuem Selbstbewusstsein ausgestattet, ging es trotzdem mit einer FC-Führung in die Pause, weil Geburtstagskind Duda (26) mit platziertem Schuss das 2:1 glückte. Aber Wolfsburg zeigte Moral und kam durch Weghorst erneut zum Ausgleich.

Arminen klettern nach Dreier an Mainz vorbei

Bielefeld gewann das Kellerduell 2:1 gegen Mainz, feierte den zweiten Saisonsieg und zog zudem am FSV vorbei. Während Mateta zunächst seine Chancen liegenließ, hatten die Arminen bei der Führung viel Glück. Prietls Schuss wurde gleich doppelt abgefälscht und landete entsprechend unhaltbar im Netz. Die gnadenlos effizienten Hausherren legten durch Doan nach einer halben Stunde nach. In der zweiten Hälfte hatte Klos sogar die Möglichkeit weiter zu erhöhen. Stögers Anschlusstreffer in der Schlussphase kam zu spät, sodass es für den Aufsteiger zum Dreier reichte.

Jubel vor leeren Rängen: die Hertha-Profis nach dem Derbysieg. Getty Images

Luthe patzt, Piatek sticht: Hertha biegt Derby um

Hertha BSC hat just im Derby gegen Union am Freitagabend den ersten Heimsieg der Saison eingefahren. Dabei waren die Eisernen im Freitagabendspiel durch Awoniyi in Führung (20.) gegangen und hatten auch lange der frühen Unterzahl getrotzt, nachdem Andrich für ein Tackling auf Kopfhöhe Rot gesehen hatte (23.). Letztlich leitete Luthe gegen zuvor harmlose Herthaner die Wende ein: Erst lenkte er Pekarik den Ball vor die Füße (1:1, 51.), dann ermöglichte er per Fehlpass einen Angriff, den Piatek zum 2:1 abschloss (74.). Der zur Pause eingewechselte Pole sorgte nur drei Minuten später für den 3:1-Endstand - und die erste Union-Niederlage seit dem ersten Spieltag.

Hoffenheim gibt nach der Pause Gas

Auch ein Montagsspiel stand an diesem 10. Spieltag auf dem Programm, Augsburg war in Hoffenheim zu Gast - und hatte gegen eine stabile TSG wenig zu melden. Die zuletzt seit sieben Bundesliga-Spielen sieglosen Kraichgauer gingen zunächst nach feiner Baumgartner-Flanke und einem Grillitsch-Kopfball in Führung (17.), ließen danach aber zunächst weitere gute Chancen aus und fingen sich das 1:1 durch Caligiuri (31.). Kurz nach Wiederbeginn machten die 1899er dann aber richtig ernst: Grillitsch trickste Gouweleeuw frech aus und vollendete fein zum 2:1 (46.), ehe Bebou mit seinem Einschuss zum 3:1 schon die Vorentscheidung verzeichnete (50.). Der FCA konnte sich von diesen beiden Gegentoren nicht mehr erholen.

kon

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