Bundesliga

Stuttgarts Rekord-Knipser Kalajdzic lobt "Slalomfahrer" Wamangituka

Matarazzo schaut "nicht mehr nach unten"

Stuttgarts Rekord-Knipser Kalajdzic lobt "Slalomfahrer" Wamangituka

Daumen hoch für Silas Wamangituka: Stuttgarts Sasa Kalajdzic bedankt sich beim Vorlagengeber zu seinem Rekord-Tor.

Daumen hoch für Silas Wamangituka: Stuttgarts Sasa Kalajdzic bedankt sich beim Vorlagengeber zu seinem Rekord-Tor. imago images

Der aktuelle Lauf des VfB Stuttgart ist ganz eng mit zwei Namen verknüpft: Sasa Kalajdzic (17 Scorerpunkte) und Silas Wamangituka (16) sind an 70 Prozent der 47 bisher erzielten Saisontreffer direkt beteiligt. Dass sich das Duo beim 2:0 gegen Hoffenheim "nur" drei statt vier Scorerpunkte gutschreiben konnte, lag vor allem daran, dass Kalajdzic vor dem 1:0 die Hereingabe von Wamangituka knapp verpasste: "Ich wollte ihn erst mit rechts nehmen und dann ging es sich von der Koordination nicht aus", beschrieb der Stürmer am "Sky"-Mikrofon seinen Abschlussversuch.

Kalajdzic stellt Bobic-Rekord ein

Weil dahinter der Hoffenheimer Kasim Adams den Ball selbst nur noch ins Tor ablenken konnte, jubelte Kalajdzic trotzdem noch - und in der zweiten Hälfte dann auch über einen eigenen Treffer. Diesmal hatte er keine Koordinationsprobleme und traf bereits im siebten Spiel in Serie - eingestellter Stuttgarter Rekord! Zuvor war das nur Fredi Bobic in der Saison 1995/96 als Teil des legendären magischen Dreiecks (zusammen mit Krassimir Balakov und Giovane Elber) gelungen.

Lob für Wamangituka

Er habe vor und während des Spiels gar nicht an den Rekord gedacht, versicherte Kalajdzic, war aber natürlich "sehr stolz und glücklich" über das Einstellen der Bestmarke. Großen Anteil am Treffer hatte abermals Wamangituka und bekam Lob vom Torschützen: "Der marschiert da durch wie beim Slalomfahren", wählte der Österreicher einen äußerst passenden Vergleich aus dem Wintersport für Wamangitukas Solokünste.

Denn in der Tat waren die Hoffenheimer Gegenspieler oft nur Slalomstangen bei den mittlerweile schon gefürchteten Tempoläufen des Außenbahnspielers. "Wenn der (Wamangituka, d.Red.) einmal im Rücken weg ist, haben wir ja heute gesehen, was dann passiert", sagte Gonzalo Castro, was eigentlich auch die Hoffenheimer wissen sollten.

Nach dem fünften Spiel hintereinander ohne Niederlage (3/2/0) hat der VfB nun bereits 36 Punkte gesammelt, das Saisonziel ist zum Greifen nah. "Am Anfang der Saison waren 40 Punkte die Marke, die wir knacken sollen", berichtete Kalajdzic, ordnete aber gleich ein, dass alles, was danach komme, Bonus sei. Jetzt geht es ohnehin erst einmal zum FC Bayern, und "Bayern weiß, wie man solche Läufe beendet".

Stuttgarter Klassenerhalt?

Der Blick seines Trainers Pellegrino Matarazzo richtet sich aber schon jetzt "nicht mehr nach unten", und auch Castro meinte, dass es schon mit dem Teufel zugehen müsse, wenn da noch einmal etwas passiert. Die Brust ist also breit geworden im "Ländle", und so gibt es zumindest von Matarazzo eine kleine Kampfansage vor dem Südschlager in München (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker): "Wir wollen Vollgas geben und sehen, was möglich ist. Wir wollen ihnen das Leben so schwer wie möglich machen."

sts

Bilder zur Partie VfB Stuttgart - TSG Hoffenheim