DFB-Pokal

Stürmer gesucht! VfB Stuttgart in Not

Stuttgart: OP bei Pavard erfolgreich

Stürmer gesucht! VfB in Not

Stuttgarts neuer Mittelstürmer: Marcin Kaminski (hier im Duell mit Javi Martinez).

Stuttgarts neuer Mittelstürmer: Marcin Kaminski (hier im Duell mit Javi Martinez). imago

Kurzfristig muss bei den Schwaben das vorhandene Personal die aktuelle Ladehemmung von vier Spielen in Folge ohne eigenen Torerfolg beheben. Allerdings ist die Verletztenliste noch recht lang. Im Südschlager gegen den FC Bayern München (0:1) musste sogar Marcin Kaminiski in vorderster Front ran. Wäre der Abwehrmann auch im Achtelfinale des DFB-Pokals wieder eine Alternative für den Sturm? "Bei der derzeitigen personellen Situation möchte ich nichts ausschließen", sagte Wolf am Montagnachmittag vor dem Training. Denn der Einsatz des angeschlagenen Simon Terodde (Rippenprellung) ist noch nicht endgültig gesichert.

Doch was zeichnet den Innenverteidiger auf neuer Position aus? "Er kann halt richtig kicken und Bälle klatschen lassen, ablegen, verlängern", erklärt Wolf. "Das war das, was wir gebraucht haben. Das haben wir in der Vergangenheit schon öfters gemacht. Dass er in die Mannschaft kommt, ist klar, aber die Frage ist halt, wo." Denn hier liegt schon das nächste Problem. Benjamin Pavard wurde nach seinem Nasenbeinbruch operiert und wird deswegen ausfallen, sodass in der Abwehr eine Stelle frei wird.

Allerdings ist die vermeintliche Problemzone der Schwaben bisher gar keine. Nur drei Vereine haben in der Hinrunde weniger Gegentreffer kassiert als Stuttgart (21), dagegen ist in der Offensive nur der 1. FC Köln (10) harmloser als der VfB (13). Noch nie schoss Stuttgart in einer Hinrunde weniger Tore. Die Gründe sind vielfältig, sicherlich spielen die vielen Verletzten eine Rolle.

Derzeit befinden sich Daniel Ginczek (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich), Anastasios Donis (Muskelfaserriss im Gesäß) und Carlos Mané (Knorpelschaden im Knie) im Krankenstand. Während Ginczek, für den das Pokalspiel ein paar Tage zu früh kommt und Donis im neuen Jahr wieder zur Verfügung stehen, ist bei Mané weiter größte Vorsicht geboten.

"Es geht um sehr viel für Mané"

"Wie schnell das jetzt geht, bis er wieder in die Vollbelastung gehen kann, muss man sehen", wagte Wolf beim Portugiesen keine genaue Prognose. "Bei der Kategorie von Verletzung geht es um viel. Man kann sich davon erholen, aber wenn dann nochmal was auftritt, wird es schwierig. Es geht um sehr viel für ihn und das weiß er auch."

Deshalb gibt es in Stuttgart auch schon reichlich Spekulationen, um eine Verstärkung für die Offensive. Bei Maximiliano Romero (Velez Sarsfield) wurden die Schwaben überboten. Bei Cenk Tosun (Besiktas Istanbul) stehen zehn Millionen Euro Ablöse im Raum. Wolf sagte dazu, dass man immer die Verantwortung habe, den Kader zu optimieren.

Gemeinsam mit Sportvorstand Michael Reschke stellt er sich die Frage: "Was gibt es für Optionen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass wir erfolgreicher sind, und damit die Klasse halten? Es muss ja auch der richtige Stürmer sein, der die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg erhöht und nicht reduziert. Wenn es in einem vernünftigen Rahmen finanzierbar ist, muss man es machen - sonst nicht."

Unruhe im Kader fürchtet Wolf nicht, falls ein weiterer Spieler dazustößt. "Wir hatten in der Hinrunde nie Unruhe", blickt der Coach zurück. "Dass Spieler auf der Bank oder der Tribüne sitzen, ist Teil des Systems." Falls beim VfB mal alle fit sein sollten, wird es allerdings schon recht voll, denn meist schickt Wolf nur drei ausgewiesene Offensivspieler aufs Feld.

tru