Bundesliga

Stühlerücken bei VW und dem VfL Wolfsburg

VW-Finanzvorstand rückt in den Aufsichtsrat

Stühlerücken bei VW und dem VfL Wolfsburg

Räumt seinen Posten beim VfL Wolfsburg: Francisco Javier Garcia Sanz.

Räumt seinen Posten beim VfL Wolfsburg: Francisco Javier Garcia Sanz. imago

Der 60-jährige Garcia, der seit 2001 im Vorstand von VW ist, war dem Nachrichtenmagazin Spiegel zufolge unternehmensintern unter Druck geraten. Dabei ging es nicht um sein Schaffen beim VfL, entscheidend war eher seine Tätigkeit bei VW.

Der Abgang des Spaniers bleibt natürlich auch beim VfL Wolfsburg nicht folgenlos - er soll sich auch aus dem Aufsichtsrat zurückziehen. Sein Nachfolger im Kontrollgremium steht aber schon bereit. Dabei handelt es sich um Frank Witter. Der 58-Jährige übernahm am 7. Oktober 2015 auf dem Höhepunkt der Diesel-Affäre das Amt des Finanzvorstandes bei Volkswagen.

Der gebürtige Hannoveraner verbrachte fast sein gesamtes Berufsleben bei VW und wird vom Handelsblatt als "bescheiden, ruhig und bedacht" beschrieben. Seine große Stärke soll "eine klare Sicht auf die Dinge" sein. Eine Eigenschaft, die beim derzeit kriselnden VfL auch nützlich sein könnte. Obendrein kann Witter vermeintlich den im Aufsichtsrat dringend benötigten Fußballsachverstand einbringen. Denn: 1979/1980 spielte er für den OSV Hannover in der 2. Bundesliga.

Beim Klub selbst bleibt man gelassen, wie Pablo Thiam (Sportlicher Leiter U23 und Integrationsbeauftragter VfL Wolfsburg) vor dem Spiel gegen Augsburg am Freitagabend bei Eurosport sagte: "Für uns geht es um die Spiele. Das ist unser Fokus. Sobald du den grünen Rasen betrittst, dann sind diese Themen nicht wichtig."

Thomas Hiete/drm

Bilder zur Partie VfL Wolfsburg - FC Augsburg