WM

Streit um WM-Zyklus: Internationales Fan-Bündnis weist Wenger-Aussage "kategorisch zurück"

Auch drei deutsche Organisationen unterschreiben

Streit um WM-Zyklus: Internationales Fan-Bündnis weist Wenger-Aussage "kategorisch zurück"

Auch deutsche Fanklubs wehren sich gegen eine WM im Zweijahresrhythmus.

Auch deutsche Fanklubs wehren sich gegen eine WM im Zweijahresrhythmus. imago images/Pressefoto Baumann

Zahlreiche internationale Fan-Organisationen haben sich gegen eine WM im Zweijahresrhythmus ausgesprochen. In einem Schreiben der "Football Supporters Europe" hieß es: "Laut Arsene Wenger, dem Leiter für die globale Entwicklung des Fußballs bei der FIFA, 'ist es das, was die Fans wollen'. Die unterzeichnenden Fan-Organisationen weisen diese Aussage kategorisch zurück. Die überwältigende Mehrheit ist gegen den Zwei-Jahres-Zyklus. Hätte die FIFA die Fans mit ins Boot geholt, wüsste sie das auch, hieß es sinngemäß weiter.

Nicht nur die Tradition bringen die Fanverbände als Begründung an, sondern auch, dass ein solcher Schritt droht, "das ohnehin fragile Gleichgewicht zwischen lokalen, nationalen, kontinentalen und internationalen Wettbewerben und Kalendern zu zerstören". Man befürchte eine Entwertung und Gefährdung von etablierten Wettbewerben der verschiedenen Konföderationen. "Wir genießen die WM gerade deshalb, weil sie ein außergewöhnliches Ereignis ist. Die meisten von uns haben nicht die Zeit, das Geld oder die Möglichkeit, alle 24 Monate ans andere Ende der Welt zu reisen, um unsere Teams in einem stark reduzierten Wettbewerb und halbleeren Stadien spielen zu sehen", hieß es weiter.

Zudem wurde in dem Schreiben die "große Ungleichheit innerhalb und zwischen Ligen und Konföderationen, steigende Kosten für die Fans und eine unzureichende Basisinfrastruktur" kritisiert. Die FIFA wurde aufgefordert, den Vorschlag aufzugeben "und die Stimmen der Fans in alle Entscheidungen einzubeziehen, die die Zukunft des von uns finanzierten und weltweiten Spektakels beeinflussen".

Auch drei deutsche Vertreter unterschreiben

Mehr als 50 Fanklubs, auch aus anderen Kontinenten als Europa, unterzeichneten die Erklärung. Mit "Unsere Kurve e.V.", "German Fans' Embassy" und dem "Bündnis Aktiver Fußball Fans - BAFF e.V." sind auch drei deutsche Vertreter gelistet.

Aleksander Ceferin hat sich bereits am Montag deutlich gegen eine WM im Zweijahresrhythmus positioniert. "Mehr ist nicht immer besser. Der internationale Matchkalender braucht das nicht", sagte der UEFA-Präsident. Dem gegenüber steht FIFA-Boss Gianni Infantino, der die Pläne befürwortet. 

las