Bundesliga

Streich zu Torhütern: "Wir holen noch jemanden"

Schwolow leicht angeschlagen - Steffen hinterlässt Lücke

Streich zu Torhütern: "Wir holen noch jemanden"

Einer kommt noch: Freiburgs Trainer Christian Streich kündigte einen Konkurrenten für Alexander Schwolow an.

Einer kommt noch: Freiburgs Trainer Christian Streich kündigte einen Konkurrenten für Alexander Schwolow an. imago

Aus Freiburgs Trainingslager in Schruns berichtet Carsten Schröter

Der Stammkeeper ließ sich im Hotel wegen einer Reizung am Schienbein behandeln. Anfang der kommenden Woche soll Schwolow wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Aktuell stehen daher lediglich Patric Klandt und der aus der U 23 nach dem überraschenden Weggang von Zackery Steffen in die MLS (Columbus Crew, kicker online berichtete) aufgerückte Kai Eisele als Torhüter zu Verfügung. "Wir sind intensiv am Schauen", sagte Christian Streich zur Sondierung des Torwartmarktes - ein Spezialgebiet von Ex-Keeper und Sportdirektor Klemens Hartenbach.

Spielersteckbrief Schwolow
Schwolow

Schwolow Alexander

Spielersteckbrief Steffen
Steffen

Steffen Zackary

In erster Linie wird ein Ersatz für den als Nummer 3 eingeplanten US-Amerikaner Steffen gesucht, und grundsätzlich hat Schwolow auch im Hinblick auf die Bundesligasaison die Nase vorne. Einen Freifahrtschein will Streich dem 24-Jährigen aber nicht ausstellen. "Wir holen noch jemanden. Dann schauen wir, wer dazu kommt. Und dann werden wir trainieren. Deshalb will ich aktuell nicht viel sagen. Nicht, dass in ein paar Wochen einer da ist und der ist wahnsinnig gut und wir entscheiden uns doch anders."

Abwechslungsreiches Trainingsprogramm

Zuvor hatten Streich und sein Trainerteam den Spielern gute 100 Minuten lang einen lockeren und interessanten Auftakt geboten. An sechs Stationen ging es in spielerischen Wettkampfformen vor allem um Ballfertigkeit, Geschicklichkeit und Passgenauigkeit. So mussten etwa Bälle in eine schmale Lücke zwischen den Latten zweier gegenüberstehender Tore gelupft werden. Woanders waren beim Zwei-gegen-zwei auf kleine Tore nur Kopfbälle erlaubt, mussten Flugbälle exakt in kleine Zonen geschlagen werden, wurde Fußball-Tennis in abgewandelter Form mit Dropkicks gespielt oder es ging um genaue und möglichst harte Flachpässe.

Nicht in den Genuss dieser Übungen kamen Lucas Hufnagel (nach leichtem Muskelfaserriss) und Lukas Kübler (nach einjähriger Patellasehnenproblematik), die mit Physiotherapeut Uwe Vetter ein individuelles Programm mit leichten Ballübungen auf dem Rasen absolvierten. Eine Dreiergruppe um Albaniens EM-Fahrer Amir Abrashi (Prellung) und die beiden Norweger Havard Nielsen (Probleme mit der Bauchmuskulatur) und Mats Möller Daehli, der am Freitagabend beim 9:0 in Zimmern zwar 45 Minuten spielte und traf, nach ebenfalls langer Patellasehnenproblematik in den vergangenen 18 Monaten jedoch behutsam rangeführt werden muss, drehten zunächst mit Physio Torge Schwarz ein paar Runden auf dem Rad und widmeten sich dann auch den roten Gymnastikmatten.

Nach einem freundlichen Hallo, Autogrammen und Fotos mit den mitgereisten Fans ging es für alle per Drahtesel - inklusiver vorbildlicher Helmnutzung - zurück ins Hotel.

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