Bundesliga

Streich zu historischem Spiel: "Fast schon skurril"

Zwei Freiburger Rekorde in Hälfte eins

Streich zu historischem Spiel: "Fast schon skurril"

Hatte während der ersten Hälfte in Gladbach gut Lachen: Freiburgs Trainer Christian Streich

Hatte während der ersten Hälfte in Gladbach gut Lachen: Freiburgs Trainer Christian Streich imago images/Jan Huebner

Der SC Freiburg war zehn Spiele ungeschlagen, als letztes Team der Bundesliga - und kassierte dann an Spieltag 11 bei Tabellenführer Bayern München die erste Niederlage. In den folgenden beiden Spielen gab es für die Breisgauer gleich die Nummer zwei (0:2 gegen Frankfurt) und drei (1:2 in Bochum) hinterher. Was sich dann aber innerhalb von 37 Minuten beim Freiburger Gastspiel in Gladbach abspielte, war schlicht historisch.

Der Sport-Club nahm die Borussia nach allen Regeln der Kunst auseinander und führte nach 25 Minuten bereits mit 5:0, so schnell führte auswärts noch kein Team so hoch in der Bundesliga-Geschichte. Als Nico Schlotterbeck noch vor der Pause zum sechsten Freiburger Treffer einköpfte, stand ein weiterer Rekord: Zum ersten Mal konnten sich sechs Spieler in der ersten Hälfte in die Torschützenliste eintragen.

Schlotterbeck findet es "surreal"

Nicht nur deswegen war es für Schlotterbeck "absolut surreal", was sich im Gladbacher Borussia-Park abspielte. Sein Team sei nach der frühen Führung in einen "Flow" gekommen und habe danach schlicht die eigene "brutale Standard-Stärke" ausgespielt, sagte der Innenverteidiger nach der Partie bei "DAZN".

Auch für seinen Trainer Christian Streich war die Vorstellung "fast ein bisschen skurril", doch: "Das muss man dann ja wieder einordnen. Letzte Woche in Bochum war es so und jetzt führt jede Aktion von uns zu Toren in der ersten Halbzeit. Das ist dann nicht erklärbar." Besonders über die mutige Spielweise seiner Mannschaft freute sich der Coach - dass das dann auch noch belohnt wurde (im Gegensatz zu den vergangenen Auftritten) umso mehr.

"Ein, zwei Gläschen"

Angst, dass seine Spieler angesichts des Kantersieges und des vierten Tabellenplatzes nun abheben könnten, hat Streich nicht: "Ich muss sie nicht runterholen, die Mannschaft ist sehr diszipliniert und sehr auf dem Boden." Auch für eine Feier sah der Trainer keinen Grund, schließlich sei doch der erste Sieg in Gladbach seit 26 Jahren "Feier genug". Schlotterbeck ließ durchblicken, dass es aber dennoch "ein, zwei Gläschen" geben wird.

sts

Bilder zur Partie Bor. Mönchengladbach - SC Freiburg