Bundesliga

Streich, Petersen und Freiburgs Angstgegner Stuttgart

Freiburger sieht sich als Torjäger für Teams zwischen Platz 8 und 15

Streich, Petersen und der Angstgegner Stuttgart

Auswärts erfolglos - und nun auch noch in Stuttgart gefordert: Freiburg-Coach Christian Streich und Nils Petersen.

Auswärts erfolglos - und nun auch noch in Stuttgart gefordert: Freiburg-Coach Christian Streich und Nils Petersen. imago images

Freiburg wartet auf fremden Plätzen seit sieben Spielen auf einen Sieg, kassierte dabei drei Niederlagen und erreichte vier Remis. Das 2:1 im Januar 2020 in Mainz markierte den einzigen Auswärtsdreier in den vergangenen 14 Gastspielen des SC. In Stuttgart haben Streich (seit Ende 2011 vier Niederlagen und zwei Unentschieden) und Petersen (seit Anfang 2015 eine Niederlage, zwei Remis) in der Bundesliga überhaupt noch nicht gewonnen.

"Wir fahren nach Stuttgart, um erfolgreich zu sein. Wir wollen diese Serie brechen", stellt Streich im Vorfeld klar, weiß jedoch, was dafür nach dem knappen 2:1-Pokalerfolg in Mannheim notwendig sein wird: "Wir müssen besser auftreten als in Mannheim, in Stuttgart erwartet uns eine andere Körperlichkeit und Aggressivität sowie ein höheres Tempo." Er erwartet ein "umkämpftes, leidenschaftliches Duell mit offenem Ausgang" und hofft "dass wir unsere Stärken einbringen, dem VfB einen Kampf liefern können und am Ende die Besseren sind".

Im Vorjahr gelang der Start - und eine Serie

Mit Blick auf drei verpasste Jahre, weil der SC (2015/16) und Stuttgart (2016/17 sowie 2019/20) zwischendurch zweitklassig waren, sagte Petersen dem Podcast "Arsch & Ananas": "Jetzt haben wir endlich wieder die Chance dazu. Mit einem Derbysieg in Stuttgart würden wir einen guten Start setzen, das hätte was." Nicht nur Charme, ein Erfolg könnte vielmehr die Richtung für eine sorgenfreie, respektive erfolgreiche Saison setzen - wie im letzten Jahr. Da bildete ein 3:0-Starterfolg gegen Mainz den Beginn einer starken Serie, nach sechs Spieltagen hatten die Breisgauer beispielsweise schon 13 Zähler auf dem Konto, fielen bis zum Ende nie in die zweite Tabellenhälfte zurück.

Durch seine eigene Profilbeschreibung lieferte Petersen den Zielkorridor für den Sport-Club gleich mit. Er sei Realist und sehe sich als Stürmer, der für Teams einen Mehrwert darstelle, die zwischen Platz 8 und 15 stehen: "Da gehöre ich hin, das kann ich wichtig sein und dem Verein helfen."

Mit dem achten Rang 2020 hat Freiburg, auch dank elf Petersen-Treffern, so gesehen also bereits das Maximum erreicht. Man darf gespannt sein, welches Ergebnis nach der am Samstag startenden Spielzeit stehen wird und welche Rolle die Landesduelle mit Stuttgart dabei spielen.

Carsten Schröter-Lorenz

Alle Bundesligisten im Check: Was Hoffnung macht, was Sorgen bereitet