Bundesliga

Streich lobt Leipzig: "Fußballerisch eine Bereicherung"

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Streich lobt Leipzig: "Fußballerisch eine Bereicherung"

Spiel im Schnee: In der vergangenen Saison besiegte das Team von Christian Streich den späteren Mitaufsteiger RB Leipzig mit 2:1.

Spiel im Schnee: In der vergangenen Saison besiegte das Team von Christian Streich den späteren Mitaufsteiger RB Leipzig mit 2:1. imago

Leipzig kommt diesmal allerdings als Bundesliga-Tabellenführer in den Breisgau und ist laut SC-Trainer Christian Streich auch nicht mehr mit der Mannschaft der vergangenen Zweitligasaison zu vergleichen. Zudem hat der SC ein paar Personalprobleme.

Vor allem zwei Namen machen für Streich den Unterschied bei Leipzig aus: Mit Naby Keita und Timo Werner habe die ohnehin schon "sehr talentierte" Mannschaft "enorme Qualität dazu gekriegt". Keita mache das Team nochmal zehn bis 15 Prozent besser. Die Entwicklung von Werner habe ihn ebenfalls nicht überrascht, weil er als junger Spieler in Stuttgart viel Last habe tragen müssen. "Dass er den Knopf aufmacht, war mir klar", so Streich, der sich so einen Spieler auch für seine Mannschaft wünschen würde: "Der hätte auch bei uns für Furore gesorgt."

Sie machen ganz viel richtig, das ist anzuerkennen.

Christian Streich über RB Leipzig

Über das Gesamtkonstrukt RB Leipzig will sich der SC-Coach vor dem Aufeinandertreffen der beiden Aufsteiger nicht mehr äußern. Er zollt den Leipzigern aber sportlich Respekt, denn nicht jeder würde aus vergleichbaren finanziellen Möglichkeiten so viel machen wie sie. "Sie machen ganz viel richtig, das ist anzuerkennen", sagt Streich, "fußballerisch sind sie eine Bereicherung." Und RB habe sich die bisherigen 27 Punkte verdient. Mit der eigenen Ausbeute von 15 Zählern ist Streich nicht zufrieden. "Eigentlich könne man das nach zehn Spieltagen sein", erklärt er, "aber so, wie wir gespielt haben, sind es eigentlich zu wenig."

Dabei bezieht er auch die jüngste Auswärtsniederlage in Mainz ein, wo sein Team eine sehr gute Zweikampfbilanz aufwies und deutlich mehr Chancen hatte, aber "entscheidende Dinge katastrophal gemacht habe" - vor allem nach Standards. Unglücksrabe war dabei einmal mehr Innenverteidiger Caglar Söyüncü, der gegen Leipzig nicht dabei sein wird. Nach seiner leichten Gehirnerschütterung aus dem Mainz-Spiel fällt er genauso aus wie der bislang beste Torschütze Maximilian Philipp (fünf Treffer), der sich in Mainz einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hat und bis zur Winterpause fehlen wird. Eventuell fällt auch noch Onur Bulut aus, der nach einem Infekt Zahnprobleme bekommen hat.

Petersen für Philipp - Dreierkette unwahrscheinlich

Für Philipp wird wahrscheinlich Nils Petersen in die Startelf rücken, der ihn schon in Mainz ersetzt hat. In der Innenverteidigung gibt es kaum Möglichkeiten, da sich auch Georg Niedermeier (Rückenprobleme) abgemeldet hat. Deswegen spielen entweder die beiden verbliebenen Innenverteidiger Marc Torrejon und Manuel Gulde oder einer von ihnen wird durch Mittelfeldspieler Nicolas Höfler ersetzt, der auf dieser Position schon mehrfach ausgeholfen hat. Die Variante mit einer Dreierkette bezeichnet Streich als eher unwahrscheinlich. Obwohl der SC zuletzt zweimal verloren hat, hat der SC-Coach "nicht das Gefühl, dass die Mannschaft dadurch Selbstvertrauen verloren hat". Gegen Leipzig reiche seinem Team aber keine gute Leistung, "sondern sie muss besser sein als gut".

Daniela Frahm