Bundesliga

SC Freiburg: Streich hofft auf "coolen Tag" beim Jubiläum

300. Bundesligaspiel für den SC-Coach in Bochum

Streich hofft auf "coolen Tag" beim Jubiläum

Feiert in Bochum ein Jubiläum: Freiburgs Trainer Christian Streich.

Feiert in Bochum ein Jubiläum: Freiburgs Trainer Christian Streich. imago images/Jan Huebner

Offiziell verantwortlich war Christian Streich für den Sport-Club in der Bundesliga schon 301 Spiele. Da er aber zum Beginn der Saison 2018/19 zwei Partien wegen Rückenproblemen verpasste, ist erst das Auswärtsspiel in Bochum (Samstag, 15.30 Uhr) wirklich Nummer 300. "Das hätte man vor ein paar Jahren nicht für realistisch gehalten, an einem Ort und ein einem Verein - einem guten, tollen Verein", freute sich Streich. Erst fünf Trainer haben mehr Bundesligaspiele mit einem Klub geschafft, darunter der ehemalige SC-Coach Volker Finke (340).

"Ich bin sehr dankbar, dass ich das machen durfte", sagte Streich und bezog dabei auch seine Jahre als A-Jugend-Trainer der Freiburger mit ein. "Auch wenn sicherlich andere Leute denken, der hockt jeden Samstag auf dem Kickplatz seit 44 Jahren, der ist nicht ganz normal." Für ihn sei Fußball sein Leben und seine Arbeit, und auch "immer wieder spannend".

Christian Streich

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Gladbach statt Konzert

Allerdings hätte er sich für das Auswärtsspiel in Mönchengladbach in der kommenden Woche einen anderen Termin als am Sonntagabend gewünscht. Denn ausgerechnet für diesen Tag hatte er Karten für das Konzert eines "großartigen Gitarristen" in der Schweiz. "Da habe ich mich echt geärgert", gab Streich zu, "aber es ist dann halt manchmal so."

Zunächst geht es für die Freiburger aber nach Bochum, und darauf freut sich der SC-Coach uneingeschränkt. "Wenn wir gewinnen, könnte es ein cooler Tag werden", sagte er bezogen auf sein Jubiläum. "Das ist ein tolles Stadion, und Bochum gegen Freiburg als Bundesligaspiel finde ich gut." Denn auch der Verein ist ihm sympathisch.

Vorsicht vor dem bedrohlichen Fahrwasser

Trotzdem hofft er, dass sein Team das defensive Bollwerk der Bochumer bezwingen kann, auch wenn der VfL "durchgehend gute Leistungen gebracht hat, in der Aggressivität und im Zweikampfverhalten richtig gut ist, und Zuhause fast immer zu Null gespielt hat". Nach zwei Niederlagen in Folge bei den Bayern und gegen Frankfurt stehe der Sport-Club zwar als Tabellendritter weiter "sehr gut da und das ist super erfreulich", so Streich, "aber wir wollen nicht in ein Fahrwasser kommen, wo wir hinterher über unglückliche Spielentwicklungen reden müssen".

Daniela Frahm

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