Bundesliga

Streich und der Ansporn des SC Freiburg gegen die Kellerkinder

Der Ansporn gegen die Kellerkinder Berlin und Köln

Streich: "Es geht darum, dass es sportlich gerecht ist"

Freiburgs Trainer Christian Streich will keine Wettbewerbsverzerrung.

Freiburgs Trainer Christian Streich will keine Wettbewerbsverzerrung. imago images

Zwei, vielleicht drei Minuten dauerte die Ansprache von Christian Streich an die Profis des SC Freiburg. Danach dürfte jedem klar gewesen sein: Der Cheftrainer der Breisgauer erwartet von seinen Fußballern weiterhin höchste Motivation. Und vor allem: Siege. "Wir hatten Spiele, in denen wir verloren haben. Darüber waren wir überhaupt nicht erfreut", sagt Streich mit Blick auf die Partien gegen die damaligen Kellerkinder Bielefeld und Mainz (beide 0:1). In den beiden anstehenden Begegnungen am Donnerstagabend gegen Hertha BSC (Anpfiff 18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) und den 1. FC Köln am Sonntag (Anpfiff, 13.30 Uhr) will er es besser machen.

Denn beide Kontrahenten stecken noch tief im Abstiegskampf. Die Leistung der Freiburger und die daraus resultierenden Ergebnisse könnten also darüber entscheiden, wer die Klasse halten kann - und wer nächstes Jahr in der 2. Liga spielt. "Ich möchte, dass alles auf den Platz kommt, was in uns steckt. Es darf nicht sein, dass diese Teams ein La-La-Spiel machen und gegen uns gewinnen", fordert Streich, dessen Mannschaft satte zwölf Zähler vom Relegationsrang 16 trennen.

Streich mahnt und warnt

Dass der nächste Gegner Hertha BSC am Montagabend nach zwei Wochen Quarantäne einen Punkt gegen die zuletzt so starken Mainzer holte, lässt den Sport-Club gewarnt sein. Schon in der zweiten Spielhälfte seien die Berliner beim 1:1 bereits wieder sehr ausgeglichen und ballsicher aufgetreten. "Für sie kommen jetzt die Spiele, in denen sie unbedingt Punkte holen wollen und müssen", mahnt Streich. Nach dem Aufeinandertreffen mit Freiburg spielen die Hauptstädter noch gegen die direkten Konkurrenten Bielefeld und Köln sowie die bereits abgestiegenen Schalker.

Streich: "Das wäre nicht zu verantworten"

Die Südbadener können dagegen befreit und ohne Druck auflaufen. "Wir stehen gut da. Das wollen wir bestätigen", sagt Streich. Großartige personelle Experimente hat er deswegen nicht vor: "Das wäre nicht zu verantworten." Vielmehr will der SC-Coach zeigen, dass sein Team nicht durch Nachlässigkeiten indirekt in den Abstiegskampf eingreift: "Es geht darum, dass es sportlich gerecht ist."

Jim Decker