Bundesliga

Trainer Streich über Freiburg-Jubiläum: "Vor 30 Jahren unvorstellbar"

Freiburg siegt im 700. Bundesligaspiel

Streich: "Das wäre vor 30 Jahren unvorstellbar gewesen"

BVB-Horrorserie gerissen: Christian Streich.

BVB-Horrorserie gerissen: Christian Streich. imago images

Für Jochen Saier war der vergangene Samstag "ein besonderer Tag". Nach zuvor 19 Spielen ohne Sieg nahm der SC Freiburg erstmals wieder drei Punkte aus einem Duell mit dem BVB mit. Eine "Serie, die schmerzt", nannte der SC-Sportvorstand diesen Schreckenslauf, den zwei Fernschüsse nach der Halbzeitpause gestoppt hatten.

Es war nicht die einzige Negativserie, die endete. Trainer Christian Streich gewann gar zum ersten Mal gegen die Westfalen nach zuvor 16 Anläufen ohne Sieg. Und dann bestritt Freiburg auch noch sein 700. Bundesligaspiel - ein rundum denkwürdiges Ergebnis also.

Besonders diese Erfolgsmarke rührte die Verantwortlichen deutlich. "Es ist toll, dass der SC Freiburg jetzt 700 Bundesligaspiele hat. Ich habe auch mal vor vielen, vielen Jahren hier spielen dürfen. Und damals wäre es unvorstellbar gewesen, dass wir mal so viele Spiele in der ersten Bundesliga haben", erzählte Streich mit Blick auf seine Vergangenheit als Spieler der Breisgauer.

Inzwischen steht der SC nach dem erstmaligen Aufstieg 1993 in seiner 21. Bundesligasaison und Streich an der Seitenlinie. "Es ist fantastisch, was in diesem Verein in den vergangenen 30 Jahren passiert ist. Da waren viele Leute mit Leidenschaft, Einsatz und Überzeugung beteiligt", schwärmte der Coach und darf auch sich selbst zu dieser Riege zählen. Gegen Dortmund bestritt er sein 273. Spiel als Bundesligatrainer.

Für seinen Klub arbeiteten seit dem ersten Bundesliga-Aufstieg überhaupt nur vier andere Übungsleiter: Volker Finke, der mit 340 Partien Rekordtrainer der Freiburger in der Bundesliga ist, Robin Dutt, Marcus Sorg und Lars Voßler, der den erkrankten Streich zweimal als Chef vertrat. "Das ist einfach großartig", sagt Streich über die 700 Spiele. Es dürften noch deutlich mehr werden: Mit dem Sieg gegen den BVB positionierte sich der Verein weiter als leiser Anwärter auf das internationale Geschäft. Fest im Blick die nächste Zahl: 800.

Jim Decker