3. Liga

"Ich liebe diesen Verein": Stoppelkamp im Freudentaumel

Nach dem 3:1 gegen Freiburg II

Stoppelkamp lässt die Feier aus: "Ich vertrage nichts"

War gegen den SC Freiburg II einmal mehr Spieler des Spiels: MSV-Kapitän Moritz Stoppelkamp.

War gegen den SC Freiburg II einmal mehr Spieler des Spiels: MSV-Kapitän Moritz Stoppelkamp. IMAGO/Eibner

Ein Tor und zwei Vorlagen zum Jubiläum: Sehr viel besser hätte es für Moritz Stoppelkamp, der beim 3:1 gegen den SC Freiburg II sein 100. Drittliga-Spiel absolvierte (alle für den MSV Duisburg), im Montagsspiel des 4. Spieltags kaum laufen können. Knapp 10.000 Zuschauer bejubelten ihren Kapitän, der sowohl das 1:0 durch Bitter als auch das 2:0 durch Bouhaddouz per Ecke vorbereitete, bevor er den dritten Treffer mit einem traumhaften Schuss selbst erzielte.

Im Interview mit "Magenta-Sport" stellte Trainer Torsten Ziegner dennoch zunächst die Anhänger der Zebras in den Vordergrund. "Es war eine tolle Stimmung, die Fans haben die Mannschaft über die gesamten 90 Minuten getragen. Es macht einfach total Spaß, vor so einem Publikum zu spielen", freute sich der 44-Jährige. Und auch der Mann des Abends wollte zunächst nicht sich, sondern seine Mannschaft ins Rampenlicht stellen. "Wir sind sehr fit, das sieht man an den Spielen. Die Mannschaft lebt einfach - und davon profitiere ich natürlich vorne", erklärte Stoppelkamp nach dem Spiel.

Ich habe die letzten Jahre bei meinem Herzensverein verbracht und werde meine Karriere hier beenden.

Moritz Stoppelkamp

Auf die Frage, ob er aufgrund seiner Qualität nicht mehr Spiele in der Bundesliga verdient gehabt hätte, gab sich der Routinier bescheiden. "Ich höre nicht zum ersten Mal, dass ich zu wenig Spiele im Oberhaus habe, aber ich bin so wie ich bin. Im Laufe meiner Karriere habe ich viele Fehler gemacht und muss zugeben, dass ich ab und an eine zu große Klappe hatte", reflektierte Stoppelkamp und geriet dann ins Schwärmen. "Ich bereue eigentlich nichts und bin froh hier zu sein. Ich habe die letzten Jahre bei meinem Herzensverein verbracht und werde meine Karriere hier beenden." Nicht immer sei Geld entscheidend, erklärte der 35-Jährige, in Duisburg spiele er mittlerweile mit Herz Fußball. "Ich liebe diesen Verein", so Stoppelkamp.

Stoppelkamp: "Feiern? Ich bin nicht so gut am Glas"

Trotz der guten Stimmung nach dem ersten Heimsieg der noch jungen Drittliga-Saison mahnte Ziegner vor zu viel Euphorie. "Die Jungs sind professionell genug, um zu wissen, was heute möglich ist und was nicht. Wir haben am Sonntag ein schweres Spiel gegen Meppen vor der Brust, die unter der Woche sechs Tore geschossen haben", so der Trainer. Auch Stoppelkamp konnte dem nur beipflichten: "Feiern? Ich bin nicht so gut am Glas. Ich vertrage nichts und brauche dann immer drei, vier Tage. Von daher ist das für mich heute eher ausgeschlossen", erzählte der 35-Jährige mit einem Lachen. 

cfr

imago images 1013875637

Gala beim Jubiläum: Stoppelkamp überragt bei Duisburgs Sieg

alle Videos in der Übersicht