Bundesliga

Stöger kontert Tuchels Kritik

Köln: Lob für Olkowski und Osako

Stöger kontert Tuchels Kritik

"Fouls kann nur der begehen, der den Ball nicht hat": Kölns Trainer Peter Stöger.

"Fouls kann nur der begehen, der den Ball nicht hat": Kölns Trainer Peter Stöger. imago

Das Lachen konnte sich der Kölner Trainer erlauben, nach einer Leistung, die aller Ehren wert war: "Es wird kaum jemanden außerhalb von Köln gegeben haben, der gesagt hat, dass wir was mitnehmen. Dafür war die Leistung sehr erfreulich." Und ihm bewies dieses Spiel, dass er sich auf jeden verlassen kann in diesem Kader.

Pawel Olkowski beispielsweise, der lange außen vor war und gegen die Borussia spielte, als sei er nie weg gewesen. Stögers Urteil über den Polen: "Er ist einer der Spieler, denen man nichts vorwerfen kann. Er hat immer an sich geglaubt, immer an sich gearbeitet. Ich bin sehr stolz auf ihn, und er kann mit sich zufrieden sein. Er schert sich nicht um den fehlenden Rhythmus, er kommt rein und spielt gut."

Spielersteckbrief Özcan
Özcan

Özcan Salih

Spielersteckbrief Osako
Osako

Osako Yuya

Spielersteckbrief Olkowski
Olkowski

Olkowski Pawel

Trainersteckbrief Stöger
Stöger

Stöger Peter

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Viel Kampf, wenig Fußball - BVB-Inkonstanz bleibt

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Yuya Osako spielt zwar regelmäßig. Der Japaner wiederum besticht durch seine Vielseitigkeit, die es dem Trainer erlaubt, um ihn herum die Mannschaft neu zu formieren. Um bei Kontern mehr Anspielstationen in der Tiefe zu haben, brachte Stöger Artjoms Rudnevs als dritten Angreifer. Während der Lette meist mit Modeste auf einer Höhe agierte, arbeitete Osako deutlich mehr aus dem Mittelfeld heraus. Er beackerte wahlweise Weigl oder Castro, stellte früh Lauf- und Passwege zu, machte eine Menge Bälle fest und sorgte so für dringend nötige Entlastung. Stöger: "Yuya ist ein sehr intelligenter Fußballer. Er hat immer da gearbeitet, wo Not am Mann ist, er musste die Verbindung halten zwischen Defensive und Offensive, wenn nötig, die Lücken schließen. Dabei hat er viele richtige Entscheidungen getroffen. Er war der Hauptgrund dafür, dass sich nicht allzu viel der 75 Prozent Ballbesitz vor oder in unserem Strafraum abgespielt hat."

Stöger kontert Tuchel

Die 75 Prozent Ballbesitz für die Gäste nahm Stöger noch zum Anlass für ein aufschlussreiches Rechenbeispiel. Die erneut von Thomas Tuchel geübte Kritik (wenn auch viel leiser und vorsichtiger vorgebracht als noch vor Wochen nach dem Spiel in Leverkusen) an zu häufigen Fouls des Gegners konterte Stöger so: "Die Borussia hatte dreimal so viel Ballbesitz wie wir, hat aber nur acht Fouls weniger begangen. Das bedeutet, dass sie sich häufig auch nur mit Fouls helfen konnte. Von daher ist die Bilanz okay, wenn man bedenkt, dass nur der Fouls begehen kann, der den Ball nicht hat."

Frank Lußem

Bilder zur Partie 1. FC Köln - Borussia Dortmund