Bundesliga

Stindl: "Es war gerade für mich ein besonderer Abend"

Zweifacher Torschütze schreibt mit Gladbach Geschichte

Stindl: "Es war gerade für mich ein besonderer Abend"

Ein besonderer Abend: Lars Stindl jubelt über seinen Doppelpack gegen Sevilla.

Ein besonderer Abend: Lars Stindl jubelt über seinen Doppelpack gegen Sevilla. Getty Images

kicker: Lars Stindl, zwei Tore, eine Vorlage: Wie stolz sind Sie, dass die Borussia vor allem dank Ihnen Geschichte geschrieben hat?

Lars Stindl: Es war unser Ziel, das Spiel zu gewinnen. Aber natürlich ist es gerade für mich ein besonderer Abend.

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kicker: Sie haben die Borussia abgeklärt mit 1:0 in Führung gebracht. Würden Sie sagen, Ihr zweites Tor zum 4:1 war ein typischer Stindl-Treffer?

Stindl: Es ist eigentlich ungewöhnlich für mich, dass ich so per Vollspann aus der zweiten Reihe schieße. Aber ich bin glücklich, dass der Ball reingegangen ist.

kicker: Ist es ein Ausdruck von Selbstvertrauen?

Stindl: Bestimmt, aber das hatte auch mit der Spielweise von Sevilla zu tun. Wir haben es insgesamt viel mit Schüssen aus der Distanz probiert, weil sie die Räume recht eng gemacht haben.

kicker: Heißt das, Sevilla hat die Borussia zu den Distanzschüssen gezwungen, oder war es durchaus angestrebt, den Torwart möglicherweise zu Abprallern zu zwingen?

Stindl: Wir hatten nicht damit gerechnet, dass sie so tief stehen. Aber wir hatten eine gute Spielkontrolle und ein gelungenes Positionsspiel, sodass wir immer wieder zum Abschluss gekommen sind.

kicker: Bei aller Freude über die vier erzielten Tore: Ärgern Sie sich nach dem 0:3 im Hinspiel im Hinblick auf den direkten Vergleich, dass Borussia zwei Treffer einstecken musste?

Stindl (überlegt kurz): Primäres Ziel war, dieses Spiel zu gewinnen. Das wollten wir unbedingt, gerade auch deshalb, weil wir die anderen drei Spiele in diesem Jahr gegen Sevilla allesamt verloren haben. Als es 3:0 stand, haben wir schon ein bisschen auf den direkten Vergleich geschielt - aber das hatte sich dann mit dem 1:3 schnell wieder erledigt. Wir sind froh, dass wir in der Tabelle an Sevilla vorbeiziehen konnten, jetzt fahren wir mit Mut zum Spiel gegen Manchester City.

kicker: Der nächste Gegner ist aber erst einmal die TSG Hoffenheim. Glauben Sie, dass der Tabellenletzte am Samstag vor eigenem Publikum in der Lage sein wird, die Borussia in ihrer aktuellen Form zu gefährden?

Stindl: Wir wissen um die Probleme der Hoffenheimer, aber ich finde, dass man schon die Handschrift von Huub Stevens erkennen kann. Es wird ein schwieriges Spiel, für das wir nun gut regenerieren müssen.

kicker: Gladbachs nächste Heimaufgabe ist eine gewaltige - der FC Bayern München kommt am Tag vor Nikolaus. Bammel?

Die Bayern sind im Moment das Nonplusultra, nicht nur national, sondern auch international.

Lars Stindl

Stindl: Nein. Die Bayern sind im Moment das Nonplusultra, nicht nur national, sondern auch international. Aber wir wollen ihnen einen heißen Tanz liefern und versuchen, das Spiel zu gewinnen.

kicker: Hätten Sie nach den fünf Liga-Niederlagen zu Saisonbeginn gedacht, dass die Borussia bis Ende November eine solche Entwicklung nehmen könnte?

Stindl: Es war ein schwieriger Start für uns alle, aber wir sind ruhig geblieben. Man hat aus meiner Sicht vernünftige Entscheidungen für den Verein getroffen. Wir sind froh, dass wir dann in diesen Positivlauf geraten sind. Ich glaube nicht, dass das Glück war, sondern dass wir ihn uns hart erarbeitet haben.

Interview: Toni Lieto

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