Bundesliga

Gladbach: Lars Stindl und die Drei-Torvorlagen-Rarität

Gladbachs Kapitän auf den Spuren von Effenberg und Co.

Stindl und die Drei-Torvorlagen-Rarität

Bediente Jonas Hofmann nicht nur einmal: Lars Stindl.

Bediente Jonas Hofmann nicht nur einmal: Lars Stindl. imago images/Ulrich Hufnagel

Das war am Samstag wieder ganz der Lars Stindl, den man sehen will in Gladbach. Ein Kapitän, der das Geschehen in die Hand nimmt auf dem Platz. Ein Lenker, dessen messerscharfe Pässe eine Abwehrreihe sezieren können. Drei Tore bereitete Stindl gegen den Tabellenletzten mit präzisen und perfekt getimten Zuspielen vor: Zweimal setzte der 33-Jährige Jonas Hofmann in Szene, einmal - nach toller Kombination - traf Alassane Plea.

War es denn eine Art schöpferischer Pause, die ihm Trainer Adi Hütter zuletzt in Mainz (1:1) verordnet hatte, als Stindl nur als Einwechselspieler zum Zug kam, lässt sich durchaus festhalten: der Fohlen-Leader hat sie genutzt. Stindl wirkte spritzig und spielfreudig, fast hätte er nach feinem Zuspiel von Plea sogar selbst getroffen. Nur der Pfosten stand in der 36. Spielminute dem Torerfolg im Weg.

"Für Lars hätte ich mir noch ein Tor gewünscht", erklärte Hütter nach dem souveränen Heimsieg. Stindl war aber auch ohne ein persönliches Erfolgserlebnis zufrieden: "Dass ich mit drei Assists meinen Teil zum Erfolg beitragen konnte, freut mich sehr."

Drei direkte Torvorbereitungen in einem Bundesligaspiel besitzen Seltenheitswert auf Seiten der Fohlen. Seit Erfassung der Torvorlagen durch den kicker (1988) ist Stindl der erst sechste Gladbacher, dem dieses Kunststück gelang. Das letzte Mal schaffte vor sechs Jahren, am 23. September 2015, der Brasilianer Raffael drei Assists in einem Spiel. Die anderen vier VfL-Profis heißen Mike Hanke (10. April 2011), Marcel Ketelaer (25. Mai 2003), Stefan Effenberg (3. Dezember 1994) und Karlheinz Pflipsen (24. September 1994).

Jan Lustig

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