Int. Fußball

Stielike - Kurzarbeit in Sion

Schweiz: Trainer wird beurlaubt

Stielike - Kurzarbeit in Sion

Uli Stielike (re.)

Nicht mehr zuständig: Uli Stielike (re.) wird den Spielern des FC Sion keine Anweisungen mehr geben. imago

Stielike hatte Ende Mai den Schleudersitz in Sion übernommen, nach 13 Spieltagen erging es ihm wie vielen seiner Vorgänger unter Constantin. Ausschlaggebend für die Entlassung Stielikes beim ambitioniert in die Saison gestarteten FCS war die 0:3-Niederlage am Wochenende beim Meister FC Basel. Es war das siebte sieglose Spiel (0/4/3) in Folge, zuviel in den Augen des Klub-Bosses.

zum Thema

"Die Analyse unserer Situation nach fünfmonatiger Zusammenarbeit mit Stielike bewog mich dazu, diese Maßnahme zu ergreifen. Nach vier Runden des ersten Viertels hatten wir sechs Punkte, in vier des zweiten Viertels kamen nur zwei dazu", erklärte er gegenüber der Zeitung "Le Nouvelliste".

Vor seinem Engagement in der Schweiz hatte Stielike die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste trainiert. Der 53-Jährige hatte sein Amt im Januar kurz vor dem Afrika-Cup wegen einer Erkrankung seines mittlerweile gestorbenen Sohnes ruhen lassen. Anschließend wurde sein Vertrag nicht verlängert. Der Europameister von 1980 hatte nach seiner aktiven Karriere als Profi mehrere Jahre als Trainer beim Deutschen Fußball-Bund gearbeitet; von 1998 bis 2000 unter anderem als Assistent des damaligen Bundestrainers Erich Ribbeck.