2. Bundesliga

Stendels Zukunft weiter offen - Lienen findet's "skandalös"

Kein Bekenntnis von Sportchef Horst Heldt

Stendels Zukunft weiter offen - Lienen findet's "skandalös"

Alte Bekannte: Ewald Lienen trainierte Daniel Stendel in der Saison 2004/05 bei Hannover.

Alte Bekannte: Ewald Lienen trainierte Daniel Stendel in der Saison 2004/05 bei Hannover. Getty Images

Spielerisch war bei den Niedersachsen mal wieder viel Luft nach oben, St. Pauli war einem Treffer lange näher. Erst in der Schlussphase drehte 96 auf und kam zu drei guten Gelegenheiten: Waldemar Anton scheiterte am Pfosten (82.), auch Martin Harnik Sekunden später sowie Uffe Bech (86.) brachten das Leder nicht im Tor unter.

Wie geht's jetzt weiter mit Stendel und 96? Heldt ließ diese Frage offen: "Wir müssen jetzt erst einmal die Eindrücke verarbeiten. Wir werden uns sammeln, sortieren und dann schauen, wie wir uns zum nächsten Punktspiel nach der Länderspielpause aufstellen", sagte er im Hamburger Millerntor-Stadion. Klubchef Martin Kind, beim Spiel nicht vor Ort, will Heldt die Entscheidung überlassen, ob der in die Kritik geratene Stendel im Amt bleibt.

Der 96-Coach selbst versuchte, möglichst professionell mit der Situation umzugehen. Er erklärte gegenüber dem NDR: "Mit mir hat noch keiner gesprochen." Die Situation sei für ihn sicherlich nicht so einfach, aber, wiederholte Stendel mehrmals auf die Frage nach seiner Zukunft: "Da bin ich der falsche Ansprechpartner. Ich denke, ich habe die Mannschaft gut vorbereitet. Wir haben alles versucht, es sollte nicht sein."

Es heißt also weiter abwarten in Hannover. "Wir haben jetzt 14 Tage Zeit bis zum nächsten Spiel", sagte Heldt. Schließlich steht die nächste Partie aufgrund der Länderspielpause erst am 1. April an - die hat es aber in sich. Union Berlin gibt seine Visitenkarte bei den Niedersachsen ab. Die Köpenicker haben einen Punkt mehr auf dem Konto, könnten das Polster bei einem Sieg gegen Nürnberg am Montagabend aber noch ausbauen.

Lienen findet Trainerdiskussion in Hannover "lächerlich"

Rückendeckung erhielt Stendel zwar nicht von Heldt - dafür aber umso mehr von St. Pauli-Coach Ewald Lienen: "Also, ich hab da noch selbst eine Frage. Ich frage mich, wie man in einer Situation, wo der Punktestand 49, 47, 47, 46 ist und man kurz davor ist, in die Bundesliga zurückzukehren, den Trainer in Frage stellen kann? Ich finde das skandalös", erklärte Lienen, der den Spieler Stendel während seiner Zeit in Hannover 2004/05 selbst trainierte. "Ich weiß, dass diese Diskussion da ist, aber für mich ist das lächerlich. Da kann ich nichts mit anfangen."

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