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Statt Vertrag bis 2026: FC Watford entlässt Trainer Javi Gracia und holt Quique Sanchez Flores zurück

FA-Cup-Finalist wechselt den Trainer

Statt Vertrag bis 2026: Watford entlässt Trainer Gracia

Javi Gracia

Aus nach rund 20 Monaten: Javi Gracia. imago images

Im vergangenen November hatte der FC Watford noch "erfreut" vermeldet, dass Trainer Javi Gracia einen neuen Vertrag unterschrieben hat: Klubchef Scott Duxbury freute sich auf "viele weitere Jahre" mit dem Spanier, der neue Kontrakt lief schließlich bis 2023 und beinhaltete eine Option bis 2026.

Keine zehn Monate später hatte Duxbury ganz andere Neuigkeiten: Gracia ist nicht mehr im Amt, dafür kehrt dessen Landsmann Quique Sanchez Flores zurück, der Watford bereits in der Saison 2015/16 betreut hatte. Es ist der erste Trainerwechsel der noch jungen Premier-League-Saison.

Doch nach vier Spieltagen steht Watford an letzter Stelle, verlor gegen Brighton (0:3), beim FC Everton (0:1) und gegen West Ham (1:3); das jüngste 1:1 bei Abstiegskandidat Newcastle rettete Gracia vor der Länderspielpause nicht mehr. Im offiziellen Statement geben die Hornets keine Begründung für die Trennung bekannt, teilen aber mit, dass auch Gracias gesamter Trainerstab den Klub verlassen wird.

Gracia, im Januar 2018 verpflichtet, hatte Watford in der vergangenen Saison auf den elften Platz und ins FA-Cup-Finale geführt (0:6 gegen Manchester City). Nach einer ganz ähnlichen Bilanz - Platz 13 als Aufsteiger und FA-Cup-Halbfinale - war bereits sein Nachfolger Flores im Sommer 2016 entlassen worden. "Komfortabel" nennt der Klub dieses Abschneiden am Samstag rückblickend selbst, als er dessen Rückkehr vermeldet.

Flores, 54 und damit fünf Jahre älter als Gracia, hatte 2010 mit Atletico die Europa League gewonnen und trainierte nach seinem Aus in Watford Espanyol Barcelona und bis vor kurzem Shanghai Shenhua. Jetzt ist er aufs Neue der Hoffnungsträger von Klubbesitzer Gino Pozzo, dessen Vater Giampaolo Serie-A-Klub Udinese Calcio gehört.

jpe