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Statement der Super League: "Das Projekt umgestalten"

Nach Meeting der zwölf Vertreter in der Nacht auf Mittwoch

Statement der Super League: "Das Projekt umgestalten"

Die Super League ist vorerst gescheitert.

Die Super League ist vorerst gescheitert. imago images

Die geplante Super League nimmt nach dem Rückzug aller englischen Klubs vorerst Abstand von ihren bisherigen Plänen. "Wir werden die angemessenen Schritte erwägen, um das Projekt umzugestalten", gab die Liga in der Nacht zu Mittwoch bekannt (das komplette Statement im Wortlaut).

Allerdings ist unklar, wer überhaupt noch hinter dem Projekt steht. Der FC Liverpool, Manchester City, Manchester United, der FC Arsenal, Tottenham Hotspur und der FC Chelsea haben ihre Teilnahme angesichts des heftigen Widerstands von Fans, Spielern, Verbänden und Politik zurückgezogen. Auch Inter Mailand hat angeblich kein Interesse mehr an der milliardenschweren Liga.

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Somit blieben aus Italien derzeit noch die AC Mailand und Juventus Turin sowie aus Spanien Real Madrid, der FC Barcelona und Atletico Madrid - wobei Barça und Atletico dem Vernehmen inzwischen auch wackeln.

Zuletzt hatte auch der FC Chelsea, der letzte der insgesamt sechs englischen Super-League-Gründer, sein Ausstiegsstatement verkündet. "Nachdem wir uns Ende letzter Woche der Gruppe angeschlossen hatten, hatten wir jetzt die Zeit, um die Angelegenheit vollumfänglich zu überdenken und entschieden, dass unsere weitere Teilnahme an diesen Plänen nicht im besten Interesse des Klubs, unserer Fans oder der breiten Fußball-Gemeinschaft ist", teilte der Klub aus London in der Nacht auf Mittwoch mit.

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Der "Spuk" begann Sonntagnacht

Begonnen hatte der "Spuk" in den späten Sonntags- und frühen Montagsstunden. Da riefen zwölf Vereine eine Super League ins Leben, die es rund 48 Stunden später in dieser Form nicht mehr geben wird.

In einem kurzerhand berufenen Meeting der zwölf Vertreter fiel der Entschluss, das Vorhaben vorerst wieder zu beenden. Eine Super League wird es also in dieser Form nicht geben, eine Champions-League-Reform sehr wohl.

Der FC Bayern und Borussia Dortmund hatten sich bereits zuvor klar gegen eine Teilnahme positioniert. Paris Saint-Germain ebenso.

kon