2. Bundesliga

St. Paulis Aufsichtsrat und Präsidium wollen Satzungsänderung

Mitgliederversammlung entscheidet im November

St. Paulis Aufsichtsrat und Präsidium wollen Satzungsänderung

Möchte den FC St. Pauli neu aufstellen: Präsident Oke Göttlich.

Möchte den FC St. Pauli neu aufstellen: Präsident Oke Göttlich. imago images

Der Klub aus Hamburg informierte per Pressemitteilung über sein Vorhaben. Der Verein beschäftige mehrere hundert MitarbeiterInnen, deshalb sei die aktuelle Führungsstruktur nicht mehr zeitgemäß und das ehrenamtliche Präsidium stoße an seine Grenzen, hinzukomme, dass "die Verantwortungsübernahme auch nicht mehr im Verhältnis zum Haftungsrisiko steht".

"Es ist für ein ehrenamtliches Präsidium sehr schwierig, das Amt als ehrenamtlichen Nebenberuf auszuführen", erklärt Präsident Oke Göttlich. "In diesem Sinne ist es sehr wichtig, dass wir im operativen Bereich Personen im Präsidium haben, die im Alltag mit dabei sind."

Deshalb soll das Präsidium um maximal vier hauptamtliche besondere VertreterInnen (mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom Präsidium für maximal vier Jahre bestellt) erweitert werden. Die Verantwortungsbereiche betreffen laut Verein: Sport, Finanzen, Vertrieb und Sponsoring/Vermarktung, Recht, Vereinsstrategie und Klubentwicklung.

Um dabei den Schwerpunkt im Ehrenamt zu belassen, wird die Anzahl der durch die Mitgliederversammlung gewählten Präsidiumsmitglieder stets mindestens mit einer Person mehr besetzt sein. "Das Präsidium und der Aufsichtsrat werden weiterhin von den Mitgliedern gewählt", unterstreicht Aufsichtsratsvorsitzende Sandra Schwedler. "Dadurch haben unsere Mitglieder weiterhin die Möglichkeit, Einfluss auf das tägliche Geschehen des Vereins zu nehmen. Die Mitgliederrechte bleiben gewahrt. Das ist uns sehr wichtig gewesen."

Für die Satzungsänderung ist bei der Mitgliederversammlung am 15. November eine Dreiviertelmehrheit nötig.

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