Bundesliga

St. Pauli: Urteil wird auf jeden Fall akzeptiert

Täter ist inzwischen identifiziert - Bartels gesperrt

St. Pauli: Urteil wird auf jeden Fall akzeptiert

Unrühmlicher Schlusspunkt: Das Schiedsrichter-Team entscheidet nach dem Becherwurf auf Abbruch der Partie.

Unrühmlicher Schlusspunkt: Das Schiedsrichter-Team entscheidet nach dem Becherwurf auf Abbruch der Partie. imago

"Wir haben den Täter, die Zeugenaussagen decken sich", sagte Pressesprecher Christian Bönig am Montag zur Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf zwei Zeugen. Nach und nach würden sich zudem immer mehr Menschen melden, die das Werfen des Bierbechers auf den Schiedsrichter-Assistenten beobachtet hatten. Ob die Angaben der Zeugen über den Becherwerfer mit dem zunächst festgenommenen 43 Jahre alten Dauerkartenbesitzer übereinstimmen, wollte der Verein nicht kommentieren. Der Mann hatte sich bei der Vernehmung immer mehr in Widersprüche verwickelt.

Die Entscheidung über eine Strafe für den FC St. Pauli werde "in den kommenden Tagen nach Eingang und Bewertung aller Unterlagen getroffen", so DFB-Mediendirektor Ralf Köttker. In Frage kommt eine hohe Geldstrafe, ein Heimspiel unter Ausschluss der Fans oder eben im schlimmsten Fall sogar eine Platzsperre. Dafür kämen nur das Nordderby gegen Werder Bremen (23. April) oder die Begegnung mit Rekordmeister FC Bayern München (7. Mai) infrage.

Wie auch immer das Sportgericht urteilen wird: Der Verein werde die Strafe akzeptieren. Das kündigte Sportdirektor Helmut Schulte an. Der Aufsteiger muss bei einem Geisterspiel plus Geldstrafe mit einem Minus von einer Million Euro rechnen.

Schiffner wieder im Einsatz - Bartels zwei Spiele gesperrt

Schiffner wird am Dienstag bereits wieder im Einsatz sein: Wie die UEFA bekanntgab, wird der 35-Jährige dem Unparteiischen Felix Brych (München) beim Viertelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen Real Madrid und Tottenham Hotspur assistieren.

Das Strafmaß für Fin Bartels ist seit Montagnachmittag nun auch bekannt. Der 24-Jährige wird für zwei Spiele aus dem Verkehr gezogen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag mit. Zudem erhielt Bartels eine Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro. Er war am Freitagabend in der 79. Minute von Aytekin wegen groben Foulspiels des Feldes verwiesen worden. Der FC St. Pauli kann gegen das Einzelrichter-Urteil innerhalb von 24 Stunden eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht beantragen.