2. Bundesliga

St. Pauli: Anschluss mit begrenzter Euphorie

Kiez-Klub beendet in Fürth einige Negativserien

St. Pauli: Anschluss mit begrenzter Euphorie

Nach dem Siegtreffer kaum zu halten: Trainer Ewald Lienen und Geschäftsführer Andreas Rettig.

Nach dem Siegtreffer kaum zu halten: Trainer Ewald Lienen und Geschäftsführer Andreas Rettig. imago

"Wenn wir so weitermachen, werden wir mit Siegen belohnt", hatte Lienen nach dem 0:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern erklärt, der ersten Saisonpartie ohne Gegentor. Auch in Fürth mussten die Hamburger den Ball nicht aus dem eigenen Netz holen und fanden für einen ordentlichen Auftritt die von Lienen erhoffte Belohnung. "Aber ich bin zu lange dabei, um in Euphorie auszubrechen", wollte der Trainer das Erfolgserlebnis nicht zu hoch hängen. "Das ist ein erster Schritt."

Einer, der St. Pauli bis auf drei Punkte an den Abstiegsrelegationsplatz (Karlsruher SC) und bis auf vier Zähler an den ersten Nichtabstiegsplatz (Arminia Bielefeld) heranbringt, der Kiez-Klub hat den Anschluss hergestellt. "Wir haben diesen Erfolg gebraucht. Natürlich fällt da eine riesige Last von uns", meinte Innenverteidiger Lasse Sobiech und Torschütze Aziz Bouhaddouz verband den Sieg mit der Hoffnung, "dass wir im nächsten Spiel nachlegen können. Wir dürfen uns darauf nicht ausruhen, denn uns wird weiterhin nichts geschenkt werden."

Viel investiert

Der erste Auswärtssieg in dieser Spielzeit war das Ergebnis harter Arbeit, wie die St. Paulianer unterstrichen. "Die Mannschaft hat unglaublich viel investiert", sagte Sobiech. "Wir haben heute super gearbeitet", erklärte Bouhaddouz. Eine "Mannschaft mit einem guten Positionsspiel und einer kontrollierten Offensive", erwartete SpVgg-Coach Janos Radoki - und genauso traten die Kiez-Kicker auch auf. Vorne zögerlich, aber mit einigen kleinen Nadelstichen, in der Defensive jedoch sicher und schnörkellos.

Sahin veredelt den Auswärtssieg

Die Null stand, vorne beendete Bouhaddouz gedankenschnell nach einer guten Stunde die torlose Zeit und Cenk Sahin rundete fast mit dem Schlusspfiff mit einem gelungenen Heber über Kleeblatt-Torwart Balazs Megyeri hinweg den "ersten Schritt" verdient ab.

nik