2. Bundesliga

Schalke baut Serie aus - Starker FCN meldet sich oben an

11. Spieltag: Schalke baut Serie aus - Starker FCN meldet sich oben an

St. Pauli schlägt einsame Rostocker klar - Jahn Zweiter - Füllkrug bewahrt Werder vor Pleite

Feiern ohne Gäste-Fans: St. Pauli hatte mit Rostock wenig Mühe.

Feiern ohne Gäste-Fans: St. Pauli hatte mit Rostock wenig Mühe. Getty Images

Aus Protest gegen die auf St. Pauli bestehende 2G-Regel fanden sich am Sonntag am Millerntor kaum Rostocker Fans ein. Beste Stimmung hingegen beim Anhang der Kiezkicker: St. Pauli, das mit Dittgen für Buchtmann begann, ging bereits in der 12. Minute dank Irvines Kopfball aus kurzer Distanz in Front. Nur sechs Minuten später flankte Paqarada auf den völlig vereinsamten Kyereh, auch das 2:0 fiel per Kopfballtreffer. Auch im zweiten Abschnitt war St. Pauli klar tonangebend. Burgstallers Tor wurde wegen einer knappen Abseitsposition aberkannt (50.), kurz darauf scheiterte er am Pfosten - um in der 62. Minute per sattem Volleyschuss doch noch auf 3:0 zu stellen. Die Vorentscheidung am Millerntor, der kurz zuvor eingewechselte Makienok traf Sekunden nach seiner Einwechslung sogar noch zum 4:0. St. Pauli stellt dank des fünften Siegs in Folge einen neuen Klub-Startrekord nach elf Spieltagen auf und grüßt natürlich weiter von oben.

Ausgerechnet Füllkrug: Werder holt späten Punkt in Sandhausen

Drei Niederlagen aus den jüngsten vier Partien, dazu der Knatsch um Clemens Fritz und Niclas Füllkrug, der zwischenzeitlich vom Trainingsbetrieb freigestellt wurde. Werder brauchte in Sandhausen ein Erfolgserlebnis und startete ordentlich. Rapp stellte schon in der 12. Minute auf 1:0, doch der SVS ließ sich nicht hängen. Testroet vergab freistehend per Kopf (21).), doch dann geriet ein Rückpass von Mai zu kurz, Zetterer wusste sich im Strafraum gegen Ajdini nur mit einem Foul zu helfen - den fälligen Elfmeter verwandelte Testroet zum verdienten 1:1 (29.). Bis zur Pause erarbeiteten sich beide Teams Hochkaräter, im zweiten Abschnitt - ab der 57. Minute mit Füllkrug - verflachte die Partie allerdings. Dann aber hatte Esswein die SVS-Führung auf dem Fuß, verfehlte das Ziel jedoch knapp (69.). Ansonsten war Werder aber näher am Führungstreffer, Füllkrug, Dinkci und Schmid kamen zu gefährlichen Abschlüssen. Doch es war Testroet, der das Leder in der 84. Minute erneut zappeln ließ. Die nächste Pleite für Werder? Nein, denn ausgerechnet Füllkrug traf in der Nachspielzeit zum 2:2, beinahe wäre ihm sogar noch der Doppelpack gelungen - der Pfosten rettete Sandhausen.

Hannover kämpft nach 0:2-Rückstand in Regensburg vergeblich

Ohne Ron-Robert Zieler reiste Hannover 96 zum Gastspiel bei Jahn Regensburg, Martin Hansen hütete die Kiste - und musste im ersten Abschnitt zweimal hinter sich greifen. Bei Singhs feinem Schlenzer war der Keeper chancenlos (17.), stand aber beim zweiten Treffer im Fokus. Nach einer Bogenlampe bekam Hansen von Boukhalfa einen kleinen Stoß ab, der 96-Keeper ließ das Leder fallen und Boukhalfa schob ins leere Netz ein. Referee Waschitzki erkannte kein Foulspiel und gab den Treffer zum 2:0, gleichzeitig der Pausenstand. Trainer Zimmermann schickte zu Wiederanpfiff drei Neue auf den Platz, Joker Kerk brachte per Freistoß (54.) die Hoffnung zurück, 96 drückte auf den Ausgleich. Der Torschütze blieb äußerst auffällig, Kerk traf unter anderem nach einer direkten Ecke den Pfosten. Doch letztlich reichte es für die aufopferungsvoll verteidigenden Regensburger, die kurz vor Schluss den Sack zumachten. Zwarts traf nach einem Konter zum 3:1 in der Nachspielzeit, der Jahn grüßt wieder von Platz zwei.

Schalkes nächster Streich

Schalke 04

Die Schalker jubeln wieder - Dresden muss sich in Gelsenkirchen 0:3 beugen. imago images/RHR-Foto

Im Abendspiel am Samstag setzte sich der FC Schalke 04 gegen Dynamo Dresden am Ende glatt mit 3:0 durch, obwohl die Gäste aus Sachsen phasenweise gefällig mitspielten. Doch Ouwejan, Bülter und in der Nachspielzeit Kaminski sicherten den Königsblauen den vierten Sieg in Serie - bei 10:0 Toren. Unmittelbarer Lohn für die Mannschaft von Trainer Dimitrios Grammozis ist zumindest bis Sonntag Tabellenplatz zwei, punktgleich mit Primus FC St. Pauli. Die SGD befindet sich derweil weiter auf dem absteigenden Ast: Nach starkem Start verlor der Aufsteiger sechs seiner letzten sieben Ligaspiele (1/0/6) und machte seinem Trainer Alexander Schmidt zum 53. Geburtstag kein Geschenk.

Traumtore gegen Heidenheim - Nürnberg feiert Kantersieg

Voll dabei im Aufstiegsrennen: Nürnberger Jubel gegen Heidenheim.

Voll dabei im Aufstiegsrennen: Nürnberger Jubel gegen Heidenheim. imago images/Zink

Auch der 1. FC Nürnberg meldet sich immer deutlicher im Aufstiegsrennen der 2. Liga an. Nach dem 4:0-Heimsieg gegen den 1. FC Heidenheim am Samstag ist die Klauß-Elf nicht nur weiter ungeschlagen, sondern schon Tabellendritter. Nach zähem Beginn gab der umtriebige Möller Daehli mit einem starken Fernschuss nach einem schnellen Einwurf die Richtung vor (1:0, 45.). Shuranov schloss einen perfekten Konter traumhaft zum 2:0 ab (52.). Und als auch noch Geis einen Freistoß direkt verwandelte, brachen alle Dämme (66.). Für den 4:0-Endstand sorgte Malone mit einem Eigentor nach einer Ecke (89.).

Fortuna jubelt erstmals zuhause - Klarer trifft kurios

Im fünften Anlauf hat es geklappt: Mit 3:1 fuhr Fortuna Düsseldorf gegen den Karlsruher SC den ersten Heimsieg ein. Ohne den rotgesperrten Prib und mit Zweitliga-Startelfdebütant Oberdorf ließen sich die Gastgeber nach früher Führung (Eigentor Heise, 9.) auch vom plötzlichen Ausgleich (Wanitzek, 22.) nicht aus dem Konzept bringen. Innenverteidiger Klarer traf nach einem Durcheinander im Gäste-Strafraum inklusive Doppel-Aluminium kurios zur erneuten Führung (51.), die Narey bei einem Konter ausbaute (62.). Der KSC verpasste es damit, den Anschluss nach oben herzustellen.

Kiel verpasst Befreiungsschlag - Pfeiffer zieht mit Tietz gleich

Holstein Kiel hat es verpasst, sich aus dem Tabellenkeller zu befreien. Trotz einer engagierten ersten Hälfte kam der Vorjahresdritte nicht über ein 1:1-Remis gegen den SV Darmstadt 98 hinaus und bleibt bei zwei Siegen stehen. Auf Mühlings verwandelten Handelfmeter (37.) hatte Pfeiffer die perfekte Antwort parat, als er eine Vorlage von Sturmpartner Tietz nutzte (41., beide jetzt bei je acht Saisontoren). Die Lilien, zuletzt 3:0-Sieger gegen Bremen, steigerten sich nach der Pause und scheiterten unter anderem am Pfosten (79.), reihen sich nun in der Tabelle aber erst mal wieder hinter dem HSV & Co. ein.

ManCity-Leihgabe Doyle macht Paderborn den Garaus

Schnell zur Stelle: HSV-Joker Tommy Doyle fackelte in der Schlussphase nicht lange. 

Schnell zur Stelle: HSV-Joker Tommy Doyle fackelte in der Schlussphase nicht lange. imago images/Ulrich Hufnagel

Erstmals durfte beim HSV Alidou von Beginn an ran - und stand in Paderborn schnell im Fokus. In der 5. Minute traf er aus spitzem Winkel nur den Pfosten, doch den Abpraller verwertete Heyer aus dem Rückraum gekonnt - 1:0 für die Rothosen. Die Hamburger blieben gefährlich (Jatta, Glatzel), doch dann nahm Platte mit links Maß und überwand Heuer Fernandes aus 16 Metern (38.). Im zweiten Abschnitt hatten beide Teams gute Möglichkeiten: Glatzel scheiterte per Kopf an Huth, im Gegenzug ließ Platte die Führung liegen (48.).  Sechs Minuten später rettete HSV-Keeper Heuer Fernandes seine Farben nach Hünemeiers Gewaltschuss. Nachdem ein Elfmeter (Collins an Kinsombi) zurecht zurückgenommen wurden, deutete alles auf ein Remis hin. Doch der in der 90. Minute eingewechselte Doyle hatte etwas dagegen, der Schuss der ManCity-Leihgabe schlug in der 94. Minute im Tor ein. Nach drei Remis sammelte der HSV wieder mal drei Punkte.

Erster Saisonsieg: Aue übersteht Schlussphase zu zehnt

"Das Erzgebirge hält zamm - Alle(s) für den Klassenerhalt!", appellierte Aue vor dem Kellerduell gegen Ingolstadt an seine Fans, die dem Aufruf folgten. Die 7349 Zuschauer in Sachsen - mehr waren wegen der Corona-Bestimmungen nicht möglich - sahen eine frühe Chance von Zolinski, der aber aus spitzem Winkel an FCI-Keeper Buntic scheiterte. In der 34. Minute forderte Ingolstadt Elfmeter (33.), doch Eckert-Ayensa bekam ihn zurecht nicht und verletzte sich kurz darauf auch noch an der Schulter. Nach der Pause hatte Fandrich die Führung für Aue auf dem Fuß, doch es war erst fünf Minuten später Sijaric, der einen Fehler von Cavadias nutzte und die Führung erzielte (63.). In der turbulenten Schlussphase flog Fandrich in der 89. Minute vom Platz. Das Verhalten des Schiedsrichterassistenten legte nahe, dass es sich um eine Spuckattacke handelte, bzw. dass Fandrich bei einem lautstarken Protest eine "feuchte Aussprache" an den Tag legte. In der 95. Minute scheiterte dann Kutschke mit dem Hinterkopf am Pfosten, dann war der Sieg für Aue perfekt.  Die Sachsen haben nun zwei Punkte mehr auf dem Konto als der Aufsteiger.

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Das sind die Trainer der Zweitligisten