2. Bundesliga

St. Pauli: Herbstmeister - und später auch Aufsteiger?

Das sagt die Statistik

St. Pauli: Herbstmeister - und später auch Aufsteiger?

Der FC St. Pauli feierte am Samstagabend vorzeitig die Herbstmeisterschaft.

Der FC St. Pauli feierte am Samstagabend vorzeitig die Herbstmeisterschaft. imago images/Lobeca

Herbstmeister der Saison 2021/22 ist der FC St. Pauli. Das 2:1 über den FC Schalke 04 im Topspiel am Samstagabend war der achte Sieg im achten Heimspiel für die Hanseaten. Das schaffte keiner der Konkurrenten. Die Verfolger wie Darmstadt 98 und Jahn Regensburg, die ihre Spiele am Wochenende gegen Fortuna Düsseldorf (1:3) und den 1. FC Heidenheim (0:2) verloren, bleiben also bis zum Start nach der Winterpause auf jeden Fall hinter dem FC St. Pauli.

Doch was hat die Herbstmeisterschaft den inoffiziellen Titelträgern in der Vergangenheit gebracht?

Tatsächlich war die Herbstmeisterschaft in den bisherigen 39 Spielzeiten der eingleisigen 2. Bundesliga oft das Gütesiegel späterer Aufsteiger. 27 von 39 Zweitliga-Herbstmeistern sind am Saisonende in die Bundesliga aufgestiegen.

Burgstallers Demut ist berechtigt

Guido Burgstaller, der die Torjägerliste mit 14 Treffern anführt, mahnte trotz alledem Bodenhaftung an: "Wir wissen, dass wir uns davon heute noch nichts kaufen können und für solche Erfolge hart arbeiten müssen."

Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt, dass die Demut berechtigt ist: Von den letzten fünf Herbstmeistern schaffte nur Arminia Bielefeld nach der Spielzeit 2019/20 tatsächlich auch den Aufstieg. Dagegen scheiterten Eintracht Braunschweig (2016/17 Relegation verloren), Holstein Kiel (2017/18 Relegation verloren) und zweimal auch der Stadtrivale Hamburger SV (2018/19 und 2020/21 jeweils 4. Platz am Ende).

St. Pauli stieg 2010 übrigens als Zweiter hinter dem 1. FC Kaiserslautern auf und hatte auch nach der Hinrunde auf dem 2. Platz gelegen. Von den 39 Zweiten schafften nur neun nicht den Sprung nach oben - zuletzt der HSV (2019/20 4. Platz am Ende).

cfl

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