2. Bundesliga

Avevor und Zalazar werden beim FC St. Pauli zu tragischen Figuren

Avevor und Zalazar werden zu tragischen Figuren

St. Pauli: Die Ergebniskrise hält an

Rodrigo Zalazar verschoss in Paderborn erst einen Elfmeter und verursachte dann seinerseits einen Strafstoß.

Rodrigo Zalazar verschoss in Paderborn erst einen Elfmeter und verursachte dann seinerseits einen Strafstoß. picture alliance

In der dynamischen Tabelle seit dem 3. Spieltag belegt St. Pauli den letzten Platz. Der Grund: In diesem Zeitraum konnte der FCSP kein einziges Spiel gewinnen (0/3/3) und kassierte doppelt so viele Tore als er schoss (6:12).

Grotesk: Die Spielweise der Hamburger mutet attraktiver an als noch im Vorjahr. Allerdings können sich die Hanseaten von dieser "B-Note" nichts kaufen und stecken nach sechs sieglosen Spielen sowohl in der Ergebniskrise als auch im Abstiegsstrudel: Nur Würzburg holte bislang weniger Punkte. Hinzu kommt ein besorgniserregender Trend: Seit zwei Partien traf St. Pauli nicht mehr ins gegnerische Tor (0:5 Tore).

Zalazar und Avevor werden zu tragischen Figuren

So auch beim jüngsten 0:2 beim SC Paderborn. "Eine komplett eigenverschuldete Niederlage", konstatierte FCSP-Trainer Timo Schultz. Vor allem zwei Akteure wurden zu tragischen Figuren: Achter Rodrigo Zalazar, der erst einen Handelfmeter verschoss (21.) und dann selbst einen Foulelfmeter verursachte, der zum 0:1 führte (39.) sowie Innenverteidiger Christopher Avevor, dessen Ballverlust im Aufbau im 0:2 resultierte (56.).

"Wir nutzen unsere Chancen inklusive des Elfmeters nicht und produzieren dann selbst so einen Elfmeter", klagte Schultz an. "Das darf uns nicht passieren, wenn wir auf Zweitliga-Niveau Spiele gewinnen wollen."

Achillesferse Abwehr

Achillesferse der Kiez-Kicker ist und bleibt die Abwehr: Avevor sucht seit seinem Comeback weiter nach seiner Form (kicker-Notenschnitt 5,0). Mögliche Alternativen wie Philipp Ziereis (nicht im Kader) oder Marvin Knoll (kam in der 77. Minute von der Bank) konnten sich zuletzt auch nicht aufdrängen.

St. Pauli sehnt sich nach einer Trendwende. Wann diese gelingt? "Freitag, gegen Osnabrück", terminiert Schultz. Anstoß ist um 18.30 Uhr (LIVE! bei kicker).

cru/sw

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