2. Bundesliga

St. Pauli: Amenyidos weiter Weg zurück

Hürzeler stärkt den Angreifer nach dessen Startelf-Comeback

St. Pauli: Amenyidos weiter Weg zurück

Gehörte in Homburg erstmals wieder zur Startaufstellung: Etienne Amenyido.

Gehörte in Homburg erstmals wieder zur Startaufstellung: Etienne Amenyido. IMAGO/Jan Huebner

Elias Saad machte sich glücklich mit der Trophäe für den "Man oft he Match" auf den Weg in die Kabine des Waldstadions. Der Deutsch-Tunesier war nach der Pause anstelle von Amenyido auf dem linken Flügel eingesetzt worden, hatte mit einem Tor und einer Vorlage maßgeblichen Anteil am letztlich souveränen 4:1-Pokalerfolg über den Regionalligisten. Hinzu kommt: Nicht nur mit seinen zählbaren Arbeitsnachweisen stellte Stammkraft Saad den Herausforderer Amenyido in den Schatten. Der Ex-Osnabrücker war bemüht, in seinen Aktionen aber selten klar, setzte auf Flanken aus dem Halbfeld, anstatt mutig den Weg über die Außenbahn zu suchen, rannte sich zudem häufig fest.

Hürzeler: "Wird ein Prozess, ihn aufzubauen"

Schon nach seiner Einwechslung im Stadt-Derby gegen den HSV (2:2) hatte Amenyido einen vergleichsweise glücklosen Auftritt, nachdem er unmittelbar im Anschluss an sein Comeback nach langer Leidenszeit im Herbst zunächst mit Leichtigkeit verzückt hatte.

Analyse

Für seinen Trainer kommen die Schwankungen keineswegs überraschend. "Eti war über ein Jahr raus", betont Hürzeler, "wir können nicht erwarten, dass er sofort ein Riesenspiel macht. Aber die Spielpraxis müssen wir ihm geben. Das hat er sich auch verdient." Sowohl der Coach als auch Sportchef Andreas Bornemann sehen in dem verletzungsgeplagten Offensivmann das Potenzial "eine echte Waffe für uns" zu sein - noch aber geht es um den Feinschliff, wie Hürzeler verdeutlicht: "Es wird ein Prozess sein, ihn aufzubauen."

Überschaubarer Ertrag beim Debüt

Die 45 Minuten von Homburg sollen trotz überschaubarem Ertrag eine wichtige Etappe auf dem Weg zurück zur einstigen Leistungsfähigkeit sein. "Er hatte auch in diesem Spiel seine Aktionen", findet der Trainer. "Wir wissen, dass es bei ihm noch nicht über 90 Minuten geht, sondern maximal über 60. Aber trotzdem bin ich nicht unzufrieden mit seiner Leistung. Weil er immer wieder versucht hat, ins Eins-gegen-eins zu gehen." Bei der Startelf-Premiere im Jahr 2023 blieb es zu häufig noch beim Versuch. 

Sebastian Wolff

Bilder zur Partie FC 08 Homburg gegen FC St. Pauli