Motorsport

Spritsparen: Tipps vom Profi

Effizientes Fahren

Spritsparen: Tipps vom Profi

Hypermiler: Eckart Seifert kennt sich aus beim Spritsparen. Sein Youtube-Kanal heißt asphalt.art.

Hypermiler: Eckart Seifert kennt sich aus beim Spritsparen. Sein Youtube-Kanal heißt asphalt.art. Seifert/asphalt.art

Hypermiling ist Spritsparen auf die Spitze getrieben: Es geht darum, mit einer Tankfüllung so weit wie möglich zu kommen. Wie das genau funktioniert, können Sie hier nachlesen. Ein Meister des Hypermiling-Fachs ist Eckart Seifert (30) aus Halle. Die Taktik, die er auf seinen Rekordfahrten anwendet, ist eher nicht auf den Autofahrer-Alltag zu übertragen. Diese Strategien des Spar-Profis aber schon:

Von Ballast befreien

Überflüssiges Gewicht, das man im Auto herumfährt, sorgt für mehr Verbrauch. Also: Raus beispielsweise mit der Getränkekiste, die vielleicht schon seit Wochen im Kofferraum steht.

Aufbauten entfernen

Dachboxen oder -träger können die Aerodynamik extrem verschlechtern. Wenn sie nicht gebraucht werden, sollten sie abmontiert werden.

Elektrische Verbraucher bewusst einsetzen

Gut zu überlegen, welche Energiefresser im Auto gerade notwendig sind, ist ein wichtiger Sparansatz. Das heißt zum Beispiel: Nicht vergessen, die Heckscheibenheizung abzuschalten, wenn sie ihre Arbeit erledigt hat.

Niemand soll im Auto sitzen und schwitzen oder frieren. Trotzdem: Gerade die Klimaanlage ist ein Komfortverbraucher, der ganz massiv den Kraftstoffkonsum beeinflussen kann. Deshalb sollte man sich situationsbedingt Gedanken darüber machen, ob man sie im Augenblick wirklich braucht oder vielleicht doch abschalten kann. Moderne Autos bieten oft die Möglichkeit, die Air Condition in einen Eco-Modus zu versetzen. Oder es gibt eine "Driver Only"-Einstellung, bei der nur die Fahrerseite klimatisiert wird. Das ist dann sinnvoll, wenn man allein im Auto unterwegs ist.

Ähnlich bewusst sollte die Heizung eingesetzt werden. Sie herunterzuregeln und dafür die Sitzheizung einzuschalten, kann die bessere Spar-Option sein.

Vorausschauend fahren

Ein relevanter Punkt, wenn es um Kraftstoff-Sparen geht. Egal, ob in der Stadt, auf der Landstraße oder auf der Autobahn: Wenn erkennbar ist, dass in größerer Entfernung gebremst wird oder eine rote beziehungsweise bald umschaltende Ampel wartet, ist es gut, aktiv zu reagieren. Also: Vom Gas gehen und langsam an die betreffende Stelle heranrollen. So lässt sich die Energie, die einmal aufgewendet wurde, um auf Geschwindigkeit zu kommen, möglichst lange mitnehmen. Wenn es doch gleich zügig weitergeht, erspart der beibehaltene Schwung energieintensives Wiederbeschleunigen.

Beim Ausrollen nicht auskuppeln, denn im Schubbetrieb kappen moderne Autos die Kraftstoffzufuhr. Das gleiche gilt bei Bergabfahrten.

Spartechniken nutzen

Das ist die allereinfachste Möglichkeit, um Kraftstoff zu sparen. Die meisten modernen Autos haben Fahrmodi wie "Eco" oder "Efficiency". Wird ein solches Programm aktiviert, stellt das Auto in der Regel das ganze System auf möglichst sparsames Fahren um. Auch die Automatik schaltet dann verbrauchsoptimiert.

Regelmäßig den Luftdruck überprüfen

Wenn der Reifenluftdruck zu niedrig ist, steigt der Rollwiderstand unnötig - und damit auch der Verbrauch. Beim Erhöhen  des Luftdrucks über die Herstellervorgabe hinaus ist allerdings Vorsicht geboten: Tipp: Der Vorgabe für "Beladung" folgen. Das sorgt dann schon für etwas Spritersparnis, ohne dass es dabei gefährlich wird.

Auf Wartung achten

Das Fahrzeug sollte grundsätzlich in einem guten technischen Zustand sein. Je leichter und problemloser alles läuft, desto weniger Kraftstoff wird verbraucht.