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Spiele-Plattform Stadia wird eingestellt

Auch FIFA davon betroffen

Spiele-Plattform Stadia wird eingestellt

Ab dem 18. Januar ist für Stadia Schluss.

Ab dem 18. Januar ist für Stadia Schluss. Getty Images

Mit der Spiele-Plattform Stadia wollte Google eine revolutionäre Idee auf den Markt bringen. Anstelle eines Gaming-PCs oder einer Spielekonsole war für einen gemütlichen Gaming-Abend nur ein Fernseher nötig. Die Spieldaten lagen auf den Servern von Google und wurden von dort auf das Gerät gestreamt.

Durchgesetzt hat sich Stadia allerdings nie wirklich. Laut einer Umfrage von Statista zur Nutzung von Spieleabodiensten landete Googles Plattform auf dem letzten Platz. Gerade einmal 12 Prozent der Deutschen spielten über Stadia - zum Vergleich: 42 Prozent spielten über PlayStation Plus oder Now, 26 Prozent über den Xbox Game Pass.

FIFA-Release auf Stadia entfällt

Nach mehreren Strategiewechseln ist ab dem 18. Januar 2023 Schluss. Bis dahin können Abonnenten auf den Dienst und die Spielebibliothek noch zugreifen, anschließend bleibt der Bildschirm schwarz. Schon jetzt nicht mehr möglich ist der Kauf neuer Spiele, darunter fällt auch der Release von FIFA 23. Der neue Teil war auch für Stadia geplant.

"Der Ansatz von Stadia, Spiele für Verbraucher zu streamen, basierte zwar auf einer soliden technologischen Grundlage, hat aber bei den Nutzern nicht den Zuspruch gefunden, den wir erwartet hatten, so dass wir die schwierige Entscheidung getroffen haben, unseren Stadia-Streamingdienst einzustellen", erklärte Google-Manager Phil Harrison

Wie Google informierte, erhalten Kunden, die sich über den Google-Store mit Stadia-Controllern und über den Stadia-Store mit Spielen sowie Erweiterungen ausgestattet haben, bis Mitte Januar 2023 eine Erstattung. Wie hoch diese ausfallen wird, ob der komplette Einkaufspreis oder nur eine Pauschale ausgezahlt wird, ist nicht bekannt. Stadia Pro-Abonnements sind von der Rückerstattung ausgeschlossen. Betroffene Spieler erhalten in den FAQ weitere Antworten.

Künftig soll das Team um Stadia die technologischen Ideen der Gaming-Plattform in andere Bereiche einfließen lassen, wie etwa YouTube oder auch der Augmented Reality. Somit lebt zumindest die revolutionäre Idee weiter.

Sven Grunwald

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