Bundesliga

Lucien Favre sagt Borussia Mönchengladbach ab

"Er möchte nicht mehr in Deutschland arbeiten"

Spektakuläre Wende in der Trainerfrage: Favre sagt Gladbach ab

Wird doch nicht Trainer von Borussia Mönchengladbach: Lucien Favre.

Wird doch nicht Trainer von Borussia Mönchengladbach: Lucien Favre. imago images/ULMER Pressebildagentur

Zunächst bestätigte Virkus bei der Mitgliederversammlung auf Nachfrage Verhandlungen mit Favre, der der Wunschkandidat der Borussia war. Die Zusammenarbeit schien auf der Zielgeraden - doch die Rückkehr des Schweizers ist geplatzt.

"Lucien Favre hat gesagt: Er hat Borussia im Herzen. Aber er möchte nicht mehr in Deutschland arbeiten", erklärte Virkus. Der Sportdirektor führte weiter aus: "Sie können sicher sein, dass wir alles getan haben in den vergangenen beiden Wochen und viele Gespräche geführt haben. Aber ich muss ganz klar sagen: Ich glaube nicht, dass Lucien Favre in den nächsten beiden Jahren Trainer bei Borussia wird."

Bereits bei Crystal Palace sagte Favre ab

Favre, der im Dezember 2020 in Dortmund entlassen worden war und seitdem keinen Trainerjob mehr angenommen hatte, soll Medienberichten zufolge bereits vor knapp einem Jahr bei Premier-League-Klub Crystal Palace kurz vor der Unterschrift einen Rückzieher gemacht haben. Auch in diesem Fall galten die Verhandlungen als weit fortgeschritten.

Kompany und Farke im Gespräch

Die Trainersuche geht also weiter. Im Gespräch war für den Fall eines Favre-Rückziehers bereits Vincent Kompany, der den RSC Anderlecht inzwischen verlassen hat, aber auch beim FC Burnley auf der Liste stehen soll. In der Vergangenheit wurde auch Kontakt zu Daniel Farke (zuletzt Krasnodar) aufgenommen. Auf konkrete Namen ging Virkus am Montag nicht ein.

Der Sportdirektor sagte nur: "Wir sind in Gesprächen mit mehreren Trainerkandidaten mit dem Ziel, endlich den passenden Trainer für Borussia zu finden."

Virkus bat die knapp 1800 anwesenden Mitglieder um Geduld beim Thema Trainersuche. "Sie können sicher sein, dass wir das forcieren und so schnell wie möglich erledigen wollen." Aber: "Wir haben in den vergangenen drei Jahren, und das ist keine Kritik an meinem Vorgänger, keine guten Entscheidungen getroffen. Es ist jetzt immens wichtig, dass wir eine gute Entscheidung treffen", sagte der Nachfolger von Max Eberl.

Jan Lustig, mib

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