2. Bundesliga

Fortuna Düsseldorfs Spätzünder Koutris vor der Premiere

Fortunas griechischer Nationalspieler betreibt beste Eigenwerbung

Spätzünder Koutris vor der Premiere

Düsseldorfs Chefcoach Uwe Rösler mit dem griechischen Nationalspieler Leonardo Koutris.

Düsseldorfs Chefcoach Uwe Rösler mit dem griechischen Nationalspieler Leonardo Koutris. imago images

Einen Einsatz in der Startelf gegen Hannover hatte Trainer Rösler dem griechischen Nationalspieler noch nicht zugetraut. Aber die zweite Halbzeit nutzte Leonardo Koutris zu bester Eigenwerbung, nachdem Linksverteidiger Florian Hartherz Gelb-Rot gesehen hatte.

Koutris belebt das Düsseldorfer Spiel

Es begann am Sonntag zwar mit einem Patzer in der eigenen Hälfte, der Hannover durch Genki Haraguchi eine große Chance ermöglichte. Doch schnell fing sich der technisch starke Linksfüßer, lieferte zum Beispiel die ideale Flanke zum 2:1 durch Felix Klaus, belebte das Düsseldorfer Spiel durch seinen Vorwärtsdrang und stand hinten solide.

Liga-Startelf-Premiere in Heidenheim?

Lange hatte Koutris auf seine Chance warten müssen. Jetzt hat er sich sogleich in den Vordergrund gespielt und könnte am Sonntag in Heidenheim seine Startelf-Premiere in der 2. Liga erleben.

Das Jahr 2020 war für den Flügelspieler nicht nur wegen Corona das schlimmste seiner Karriere. Im Februar hatte er sich als Leihspieler des RCD Mallorca einen Kreuzbandriss zugezogen und kam erst allmählich wieder auf die Beine. Fortuna ging vor Saisonbeginn das gewisse Risiko ein, den vielseitigen Abwehrmann für zwei Jahre von Olympiakos Piräus auszuleihen. Doch dessen Genesung dauerte zunächst länger als erwartet.

Dann verlief auch noch sein erster Einsatz im Zweitligateam ziemlich enttäuschend: Als Fortuna beim Viertligisten Rot-Weiss Essen aus dem Pokal flog, stand er zum ersten Mal von Beginn an in der Düsseldorfer Elf. Ein wenig verschwand er danach wieder in der Versenkung, auch mit seinen Einsätzen in der U 23 war Rösler offensichtlich nicht zufrieden.

Beeindruckend aber, wie sich Koutris mit Zusatzschichten wieder herankämpfte. Für ihn dürfte nach seiner starken Premiere überdies sprechen, dass er für Belebung in der Offensive sorgt, denn Flanken aus vollem Lauf, wie er sie beherrscht, waren bei Fortuna bisher äußerst selten zu besichtigen.

Düsseldorf: Marschrichtung Offensive

Bei sechs Punkten Rückstand auf das Spitzenquartett zählen für Fortuna momentan eigentlich nur noch Siege, Marschrichtung Offensive also, und auch aus diesem Grund dürfte der 25-Jährige am Sonntag in Heidenheim erstmals in der 2. Liga zur ersten Besetzung der Fortuna gehören.

Rösler: "Chance genutzt in einer schwierigen Situation"

"Er hat lange auf seine Chance warten müssen und sich absolut professionell verhalten", lobt Rösler, "er hat sich im Training nie hängenlassen und hat aus meiner Sicht seine Chance genutzt in einer schwierigen Situation."

Die erste längere Kostprobe verlief überaus positiv, nun darf der Spätzünder auf mehr hoffen. "Es war ein Stahlbad, gegen Hannover reingeworfen zu werden in Unterzahl, und das hat er richtig gut gemacht", findet der Trainer. "Jetzt ist er am Zug."

Oliver Bitter

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